
Er erhält ihn für sein Eintreten gegen Antisemitismus und für den Staat Israel. Zentralrats-Präsident Schuster sagte bei der Feierstunde in Berlin, der Kabarettist decke Doppelstandards auf, denen die deutsche Medienlandschaft bei diesen Themen oftmals unterliege. Nuhr selbst sagte, die Ehrung mache ihn stolz. Es sei zugleich aber etwas "gruselig", dass man einen Preis dafür bekomme, kein Antisemit zu sein.
Die Auszeichnung für den Kabarettisten war Mitte Mai angekündigt worden. Mit dem Leo-Baeck-Preis werden seit 1957 Persönlichkeiten geehrt, die sich nach Ansicht des Zentralrats in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören unter anderen Altkanzlerin Merkel sowie die früheren Bundespräsidenten von Weizsäcker, Herzog und Wulff. Der Preis erinnert an den 1956 gestorbenen Rabbiner Leo Baeck.
Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
