USA
Zollstreit: Trump verhängt Einfuhrverbot für bestimmte Waren aus Kanada

Im Zollstreit mit Kanada erhöhen die USA den Druck.

    Der kanadische Premierminister Carney sitzt neben US-Präsident Trump im Weißen Haus. Beide schauen ernst und jeweils in eine andere Richtung.
    Im Zollstreit: Der kanadische Premierminister Carney und US-Präsident Trump (Archivbild). (Getty Images via AFP / ANNA MONEYMAKER)
    Präsident Trump verhängte per Dekret Einfuhrverbote für mehrere kanadische Waren. Betroffen sind bestimmte Molkereiprodukte, manche alkoholische Getränke sowie Motorräder und Mopeds. Sie dürfen ab dem 29. September nicht mehr in die Vereinigten Staaten importiert werden. Für weitere kanadische Waren wurden die Zölle um 50 Prozent erhöht.
    Trump kündigte zudem an, kanadischen Firmen den Zugang zum Beschaffungswesen von US-Behörden zu verwehren. Unternehmen des Nachbarlands sollen demnach von jenen Listen entfernt werden, die regeln, mit wem die US-Behörden langfristige Rahmenverträge über Produkte und Dienstleistungen abschließen dürfen.
    Die US-Regierung begründete die Maßnahmen mit einer Benachteiligung amerikanischer Produkte in den bilateralen Handelsbeziehungen. Tatsächlich aber hatte Trump den Streit im August nach erfolglosen Handelsgesprächen mit Zöllen auf Produkte aus dem Nachbarland begonnen. Gestern waren kanadische Gegenzölle in Kraft getreten.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.