Kabinettsumbildung
Zunehmend kritische Stimmen aus CDU an Merz' Personalpolitik

Aus der CDU werden zunehmend Stimmen laut, die die Personalpolitik von Bundeskanzler Merz kritisieren.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin vor der deutschland und der Europaflagge
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) setzt auf personelle Veränderungen im Kabinett (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Im Mittelpunkt steht dabei das politische Schicksal von Verkehrsminister Schnieder. Der CDU-Politiker hatte sich bereits von einigen Mitarbeitern verabschiedet. Sein von Merz vorgesehener Nachfolger, der Finanzpolitiker Güntzler, lehnte jedoch eine Amtsübernahme ab. Daraufhin ließ Merz' die Personalie Schnieder bei der Bekanntgabe der Kabinettsumbildung aus.
    Der frühere Kanzleramtsminister Altmaier schrieb in den Sozialen Medien, der Umgang mit Schnieder mache ihn "betroffen und wütend". Der Vizevorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Bäumler, sagte dem "Handelsblatt", die Abberufung Schnieders wirke willkürlich. Er ergänzte, eine Bundesregierung sollte nicht wie ein Feudalkönigreich geführt werden. Der Vorsitzende von Schnieders CDU-Gemeindeverband in Rheinland-Pfalz, Kauth, bezeichnete Merz' Vorgehen als "skandalös". Vom Stil her sei dies "das Allerletzte", befand Kauth im Gespräch mit dem Berliner "Tagesspiegel".
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.