
Eine Jury aus Erwachsenen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz wählte den Ausdruck aus Anlass des heutigen Weltalphabetisierungstags. Der Begriff beschreibt ein Sicherheitsverfahren, um mithilfe von Zugangsdaten Seiten im Internet zu öffnen. Dabei sind zwei Vorgänge nötig, um sich zu identifizieren und dann einzuwählen. Zusätzlich zur Eingabe des Benutzernamens und des Passworts wird zum Beispiel eine Transaktionsnummer, kurz TAN, benötigt. Diese TAN erzeugt ein spezielles Zusatzprogramm, das man sich herunterladen muss.
Der Negativpreis wird von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Stiftung Grundbildung Berlin und den Berliner Alpha-Bündnissen initiiert. Die sprachliche Komplexität des Wortes "Zwei-Faktor-Authentifizierung" bestehe in seiner Länge - 27 Buchstaben und 9 Silben, sowie seinen verschiedenen Schreibvarianten, hieß es. Hinzu kämen die Bündelung von Fremdwortbestandteilen und sein fachsprachlicher Charakter. Das mache den Begriff zur Hürde beim Umgang mit einer Funktion, die eigentlich schützen solle. Teilhabe werde erschwert, besonders für Menschen, die zusätzlich nicht technikaffin seien. - Im vergangenen Jahr hatte die Jury das Wort "Antidiskriminierungsbeauftragte" zum "Wortgetüm des Jahres" gekürt.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
