
Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte gibt es mit Mailand und Cortina d'Ampezzo zwei Gastgeberstädte. Die Zeremonie zum Auftakt mit der Parade der Sportlerinnen und Sportler wurde auf vier insgesamt Orte verteilt. Neben der zentralen Feier im 100 Jahre alten San-Siro-Stadion in Mailand wurden Teile der Show in Cortina, Predazzo und Livigno aufgeführt. Erstmals gibt es auch zwei olympische Feuer - eines am Arco della Pace (Friedensbogen) in der Innenstadt von Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina.
Große Eröffnungsshow in Mailand mit Mariah Carey
In der Show in Mailand wurde vieles aufgeboten, wofür Italien weltweit bekannt ist: Die Opern-Legenden wie Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini als Pappmaché-Figuren, den Kinderbuch-Helden Pinocchio und auch die Paparazzi. Mehrere Dutzend Models trugen Kostüme in den Nationalfarben, die noch der vergangenes Jahr verstorbene Modemacher Giorgio Armani kreiert hatte. US-Popdiva Mariah Carey sang einen Klassiker italienischen Liedguts: "Nel blu, dipinto di blu", besser bekannt als "Volare". Die Nationalhymne trug die Italienerin Laura Pausini vor. Bei der Parade der Athleten wechselte der DJ auf Techno.
Auf der Ehrentribüne verfolgten US-Vizepräsident JD Vance sowie zahlreiche Staats- und Regierungschefs das Spektakel. Deutschland wurde durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertreten.
Deutschland tritt mit 185 Athletinnen und Athleten an
Die Eröffnungsfeier unter dem Motto "Armonia" (Harmonie) sollte den dezentralen Charakter der Spiele mit den beiden Gastgeberstädten widerspiegeln. Die deutschen Fahnenträger Katharina Schmid und Leon Draisaitl traten an verschiedenen Orten auf. Skispringerin Schmid, die schon am Samstag auf der Normalschanze ihren ersten Wettkampf bestreitet, übernahm ihre Rolle in Predazzo. Eishockey-Superstar Draisaitl führte einen anderen Teil des Teams in die Mailänder Arena.
Die deutsche Mannschaft besteht aus 185 Athletinnen und Athleten. So groß war ein deutsches Team bei Winterspielen noch nie. Insgesamt nehmen rund 3.000 Athleten aus 92 Nationen teil. Die Spiele enden am 22. Februar.
Tausende Polizisten und Militärangehörige sorgen für Sicherheit
Abgesichert werden die Olympischen Winterspiele durch 6.000 Polizisten und 2.000 Militärangehörige. Sie sollen im Notfall schnell durchgreifen können. Dafür wurde noch kurz vor der Eröffnungsfeier ein Gesetz erlassen, das ihnen mehr Befugnisse einräumt.
Papst Leo XIV. rief am Freitag dazu auf, die Tradition der "Olympischen Waffenruhe" zu respektieren. Er sprach von einem Instrument der Hoffnung, das es wiederzuentdecken gelte.
Diese Nachricht wurde am 06.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
