Klausurtagung
Zweiter Tag: Kabinett berät über Folgen der Hitzewelle

Das Bundeskabinett schließt heute mit Beratungen über die Hitzewelle dieses Sommers seine zweitägige Klausurtagung auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg ab. Zunächst soll die Lage analysiert werden.

    Dobrindt, Bär, Krichbaum, Wadephul, Merz, Weimer, Hubertz, Waren-Alabali Radovan kommen zum Gruppenfoto zusammen.
    Klausurtagung der Bundesregierung auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg (Michael Kappeler / dpa / Michael Kappeler)
    Beschlüsse über mögliche Konsequenzen würden in späteren Kabinettssitzungen folgen, hieß es. Die Bundesvorsitzende der Grünen, Brantner, wirft der Bundesregierung verspätetes Handeln vor. Dass die Klimakrise Handeln erfordere, wisse man seit Jahren, nicht erst seit diesem Sommer, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Brantner warb dafür, den Vorstoß der SPD weiter zu verfolgen. Die Grünen-Politikerin betonte, man müsse die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe ins Grundgesetz aufnehmen und mit fünf Milliarden aus dem Sondervermögen und 400 Millionen für die Kommunen ausstatten.

    Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe

    Die SPD-geführten Ministerien hatten Mitte August unter dem Eindruck der Hitzewellen dieses Sommers einen Aktionsplan vorgelegt, der die Aufnahme von Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen ins Grundgesetz fordert. Die Union regierte zunächst skeptisch.
    Bundeskanzler Merz musste zum Auftakt der Kabinettsklausur allerdings einräumen, dass angesichts von Trockenheit, Hitze, Waldbränden und Ernteausfälle konkreter Handlungsbedarf bestehe.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Neuhardenberg: Vor dem zweitem Tag der Kabinettsklausur
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.