Westjordanland
Zwölf Länder sanktionieren Handel mit israelischen Siedlungen in besetzten Palästinensergebieten

Zwölf Länder wollen den Handel mit israelischen Siedlungen im Westjordanland sanktionieren.

    Ein palästinensisches Haus wird von israelischen Siedlern mit einem Bagger zerstört.
    Israelische Siedler greifen im Westjordanland immer wieder palästinensische Häuser und Moscheen an (Archivbild von Juni 2026). (picture alliance / Sipa USA / Nexpher Images)
    Darunter sind Großbritannien, Frankreich und Kanada - nicht aber Deutschland. In einer gemeinsamen Erklärung der Außenministerien der Länder heißt es, sie seien entschlossen, Zitat, "nationale Beschränkungen für den Handel mit Waren aus den Siedlungen zu verhängen". Als Grund wird genannt, dass die Siedlungen gegen Völkerrecht verstießen. Israels Staatspräsident Herzog hatte zuvor vor solchen Handelssanktionen gewarnt. Er sprach von einer "schwerwiegenden Fehleinschätzung". Die Strafmaßnahmen würden am Ende Palästinensern schaden.
    Die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser hat im besetzten Westjordanland zuletzt deutlich zugenommen. - Im vergangenen Jahr wurde ein weiteres umstrittenes Siedlungsprojekt östlich von Jerusalem mit mehr als 1.200 Wohneinheiten genehmigt. Einen Eilantrag mehrerer Menschenrechtsorganisationen dagegen wies die israelische Justiz heute zurück.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.