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StartseiteCampus & KarriereRestaurantfachkraft, Fleischer oder Lebensmittelfachverkäufer?30.04.2016

Ausbildung in der KriseRestaurantfachkraft, Fleischer oder Lebensmittelfachverkäufer?

Rund 40.000 Lehrstellen sind unbesetzt, etwa 20.000 Ausbildungsbewerber sind unversorgt und nur noch jede fünfte Firma bildet aus: Die Zahlen des gerade vorgelegten Berufsbildungsberichtes 2016 zeichnen ein kritisches Zustandsbild von der dualen Ausbildung in Deutschland.

Moderation: Kate Maleike

Azubis im inklusiven Ausbildungsjahrgang in der Gastronomie. (imago/epd)
Was kann der dualen Berufsausbildung aus der Krise helfen und wie lässt sich die Attraktivität von Lehrberufen steigern? (imago/epd)

Restaurantfachkraft, Fleischer oder Lebensmittelfachverkäufer wollen nur noch wenige Jugendliche werden. In diesen Lehrberufen ist die Zahl der unbesetzten Stellen besonders hoch. Für viele, so scheint es, ist die duale Ausbildung eine "Sackgasse" mit nur wenigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Wer kann, entscheidet sich für ein Studium.

Eine Gemengelage, die es besonders kleinen und mittleren Betrieben schwer macht, Lehrstellen zu besetzen. Viele von ihnen geben nach jahrelangen Bemühungen auf und stellen die Ausbildung ein. Die Bundesregierung sieht Handlungsbedarf und will mit einer neuen Kampagne, die "Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar" heißt, die gesellschaftliche Bedeutung von über 300 Lehrberufen mit bundesweiten Info-Veranstaltungen und Beratungen verdeutlichen.

Campus & Karriere fragt: Was kann der dualen Berufsausbildung aus der Krise helfen und wie lässt sich die Attraktivität von Lehrberufen steigern? Welche Maßnahmen sind dazu von wem erforderlich? Und welche Rolle können Flüchtlinge und Altbewerber spielen, die im sogenannten Übergangssystem mit Qualifizierungsmaßnahmen stecken?

Gesprächspartner:

  • Florian Haggenmiller, Bundesjugendsekretär beim Dt. Gewerkschaftsbund (Studio BR Kempten)
  • Annette Kopf, Metzgergesellin des Familienbetriebes "Kopf" aus dem baden-württembergischen Lauffen, die u.a. mit Bikini-Plakaten auf ihren akuten Lehrlingsmangel aufmerksam macht 
  • Hartmut Folta, Geschäftsführer des Elektroinstallationsbetriebes Brecht Elektro GmbH in Falkensee im Havelland, der nach jahrelangen Bemühungen um geeignete Bewerber beschlossen hat, nicht mehr auszubilden
  • Kirsten Kuhlmann, Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur in Detmold, NRW 

Weitere Themen:

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Thomas Wagner                                          
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Welche Förderprogramme und Initiativen gibt es zur Behebung der Probleme auf dem deutschen Ausbildungsmarkt und wie wirken sie?

                                                   

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