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StartseiteAus Kultur- und SozialwissenschaftenFamilienleben nach der Trennung02.02.2012

Familienleben nach der Trennung

Forschungsgruppe "Multilokalität von Familie" am Deutschen Jugendinstitut in München

Kinder können sich an zwei Orten und in zwei Familien zu Hause fühlen. Sie wollten, das zeige eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, nicht auf den Kontakt zu beiden Elternteilen verzichten. Belastend sei aber, so die Studie, wenn der Streit der Eltern nach der Trennung weitergehe.

Von Isabel Fannrich

Nach der Trennung läuft das Familienleben anders. (AP)
Nach der Trennung läuft das Familienleben anders. (AP)

Immer mehr Kinder in Deutschland leben an mehreren Orten, weil ihre Eltern sich getrennt haben. Genaue Zahlen darüber gibt es aber nicht. Die Forschungsgruppe "Multilokalität von Familie", angesiedelt am Deutschen Jugendinstitut in München, hat nun versucht, sich in einer Studie dem Alltag von Nachtrennungsfamilien anzunähern. 12,5 Prozent der Minderjährigen in Deutschland, so berechnen die Forscherinnen, wohnen bei getrennt lebenden Eltern. Eine knappe Million Kinder pflegt regelmäßigen Kontakt zu beiden Elternteilen. Wie arrangieren die Väter, Mütter und Kinder nach der Trennung ihren Alltag an mehreren Orten und vor welchen Anforderungen stehen sie damit? Die Ergebnisse sollen im laufenden Jahr in englischsprachigen Fachzeitschriften veröffentlicht werden.


"2007, Ende, so im Herbst ungefähr, haben wir festgestellt, dass es also so mit uns nicht weitergeht. Das hat sich auseinandergelebt. Daraufhin haben wir uns an dem Abend noch, wo wir das festgestellt haben, zusammengesetzt, haben das ausdiskutiert und haben überlegt, wie wir weiter vorgehen. Und da habe ich damals als Erstes gleich gesagt, dass die Kinder das als Erstes erfahren, obwohl sie noch nicht in dem Alter waren."

"Aber mir war wichtig, dass die Kinder von Anfang an einbezogen werden in die Trennung. Dass das für die nicht irgendwie ein Schock ist, dass dann - da steht ein Möbelwagen vor der Tür und alles kabumm. Weil das ist meine Hintergrundgeschichte, so war das bei mir: Mein Vater war von einem auf den anderen Tag verschwunden, als ich zehn Jahre alt war."

Ingo Rademacher - seinen richtigen Namen will er nicht nennen - lebt in Berlin-Köpenick in einem Neubau, drei Zimmer. Die beiden Söhne, sechs und acht Jahre alt, sind diese Woche bei ihm zu Hause. Am Freitag gehen sie nach dem Kindergarten und der Schule zur Mutter, ein paar Straßen weiter, für die kommenden sieben Tage.

Dass die Kinder wöchentlich von einem Elternteil zum anderen wechseln, sei ihm wichtig und gebe ihm Halt, sagt der 44-jährige Elektroinstallateur. Nicht nur der Vater ist aus seinem Leben verschwunden. Seine Ehe, vor langer Zeit geschlossen, ging schnell in die Brüche, und er konnte den gemeinsamen Sohn viele Jahre nicht sehen.

"15 Jahre lang Kind nicht gesehen. Und da ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Und das wollte ich nie wieder in der Form haben."

Ingo Rademacher, seine Ex-Freundin und die beiden Söhne sind ein Beispiel jener Nachtrennungsfamilien, die Wissenschaftlerinnen vom Deutschen Jugendinstitut DJI unter die Lupe genommen haben. Sie wollten wissen, wie die Mütter, Väter und Kinder nach einer Trennung oder Scheidung ihren Alltag an und zwischen zwei Orten gestalten. Diese Fragestellung ziele in eine ganz andere Richtung als bislang üblich, sagt Michaela Schier, Leiterin der Forschungsgruppe "Multilokalität von Familie".

"Die bisherige Scheidungsforschung ist sehr haushaltszentriert. Wir haben die klassische Scheidungsforschung, die sehr psychologisch auch orientiert ist, die sehr stark drauf schaut, welche negativen Auswirkungen haben denn Trennung und Scheidung auf die Kinder vor allem. Welche finanziellen Schwierigkeiten gibt es eben entweder für die getrennt lebenden Mütter, oft dann eben die Alleinerziehenden-Forschung, oder für die getrennt lebenden Väter. Dann hat man auch noch die Patchwork-Familien-Forschung oder Stieffamilienforschung, wie es auch genannt wird."

Die Münchner Wissenschaftlerinnen wagen dagegen einen "unaufgeregten" Blick auf eine Familiensituation, die sich zwischen verschiedenen Haushalten abspielt und in Deutschland immer weiter verbreitet ist. 12,5 Prozent der Minderjährigen in Deutschland leben mit getrennten Eltern, sagt Michaela Schier. Knapp eine Million von ihnen pflege einen regelmäßigen Kontakt zum außerhalb lebenden Elternteil. Eine Situation...

"...die gekennzeichnet ist einfach durch Abwesenheiten von bestimmten Familienmitgliedern, durch die Notwendigkeit, mobil zu sein, um sich zu sehen, auch die Notwendigkeit, Kontakte zu vereinbaren gezielt, weil man sich ansonsten unter Umständen gar nicht mehr sieht. Das heißt, wir haben da eine andere raum-zeitliche Familiensituation: Und wir schauen erst mal, welche Vorteile, welche Nachteile bringt diese Situation? Welche Anforderungen stellt diese andere Lebenssituation? Wo liegen schon auch die Probleme, aber eben auch welche Chancen liegen da drin."

Dass eine Familie nach der Trennung zerstört oder zerrüttet ist, von dieser Betrachtungsweise rücken die Wissenschaftlerinnen am Deutschen Jugendinstitut ab. Allerdings sei Familie als Gemeinschaft nicht per se vorhanden, sondern müsse täglich neu gestaltet, organisiert und koordiniert werden: "Doing Family" nennen sie das Konzept, wonach das Leben der Kinder an zwei Orten mit dem der Väter und Mütter verzahnt werden muss. Konkret geht es darum, den Alltag zu organisieren, aber auch, Gefühle zu bewältigen und finanzielle Regelungen zu treffen.

"Haben von Anfang an uns gesagt, dass wir also nicht allzu weit, also wir bleiben in dem Kiez, dass also Kita und Kumpels et cetera für die Kinder alles erhalten bleibt. Und dass auch wir keine Probleme haben, uns die Kinder hin und her zu geben. Und haben uns auch relativ schnell darauf geeinigt, dass ein Wochenwechsel am perfektesten wäre. Und nach ner kurzen Probephase, so zwei drei Wochen, haben wir festgestellt, dass Freitag der ideale Übergangpunkt ist, damit das Wochenende für den anderen immer komplett ist."

"Also, der Papa ist dann traurig manchmal, ich find's auch ein bisschen schade, aber ich freu mich halt auch, den andern wieder zu sehn, das ist bei Papa halt nicht so, der findet das halt nicht so schön, dass wir dann weggehen. Also ich weiß dann nicht, soll ich jetzt traurig sein oder soll ich mich freuen. Und wenn ich dann eins von beiden zeige, dann ist der eine beleidigt. Deswegen, ich geh da immer mit gemischten Gefühlen rein."

Melanie aus Frankfurt, zehn Jahre. Lebt im Wechsel bei Vater und Mutter, die einen Kilometer auseinander wohnen.

Wie viel Zeit ein Kind bei den getrennten Eltern verbringen sollte, darüber streiten nicht nur diese, sondern auch die Gesellschaft. Zwar bekräftigt die Kindschaftsrechtsreform von 1998 das gemeinsame Sorgerecht und rückt das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt. Dass dennoch viele Eltern sich um die Kinder streiten, wundert den Berliner Familientherapeuten Peter Thiel nicht.

"Das Problem bei der getrennt lebenden Familie ist, dass der Trennungskonflikt und die Verletzung aus dem Partnerschaftskonflikt, weswegen dann die Trennung vollzogen wurde, die ist eben nicht aufgelöst. Und dadurch pendelt das Kind sozusagen zwischen zwei feindlichen Welten - häufig, nicht immer, es gibt auch viele gelungene Nachtrennungsfamilien."

Weil es keine amtlichen Statistiken über das Leben in zwei Haushalten nach Trennung gibt, haben Michaela Schier und ihre Kolleginnen eine DJI-Befragung von 25.000 Menschen ausgewertet. Diese bestätigt, dass in den meisten Fällen die Kinder bei der Mutter leben und den Vater nach einem festgelegten Rhythmus besuchen.

Sie zeigt aber auch, dass in rund 20 Prozent der Fälle die Kinder und einer der beiden Elternteile ihren Kontakt ganz oder vorübergehend abbrechen. Dagegen pflegt ein Drittel der Jungen und Mädchen eine sehr intensive Beziehung zum außerhalb lebenden Elternteil - durch Besuche, Telefonate oder per E-Mail. Die Soziologin Diane Nimmo:

"Unser Hauptergebnis ist aus alltagspraktischer Sicht, dass dieses mehrörtige Familienleben nach Trennung und Scheidung gut funktionieren kann. Dass man eben auch nicht nur die Probleme sieht, sondern es spielt sich eine Normalität ein und das auch für sehr komplexe Lebenssituationen. Also wir haben gesehen, dass Eltern und Kinder Praktiken entwickeln, um mit diesen Anforderungen, das mehrörtige Familienleben und dieses Pendeln zwischen den familialen Welten, um damit umzugehen und diese Situationen zu lösen."

Therapeut Peter Thiel:

"Die tatsächlichen Dinge, die dann zu klären sind, sind nicht so umfangreich. Das wird von den Eltern emotional so aufgebauscht, sodass aus relativ geringen Erscheinungen werden also Riesenprobleme kreiert. "

In den elf befragten Nachtrennungsfamilien kümmern sich die meisten Eltern nicht zu gleichen Anteilen um die Kinder. Sechs Familien leben nach dem sogenannten Residenzmodell: Das Kind wohnt bei der Mutter und trifft den Vater jedes zweite Wochenende. Eine Familie macht es umgekehrt. Oder ganz anders: Vater und Mutter leben in Berlin und Frankfurt mit jeweils einem Kind zusammen. Die Geschwister fliegen am Wochenende wechselweise zum anderen Elternteil, sodass sie sich dort von Freitag bis Sonntag begegnen.

"Also erst mal war das Fliegen so ganz alleine total aufregend, die ersten Male, aber jetzt ist es für mich ganz normal, ich geh da so durch wie die Geschäftsmänner, die jeden Tag fliegen."

Sagt Lara aus Berlin, 13 Jahre alt.

Geografin Michaela Schier:

"Kontakthäufigkeit ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit guter Qualität von Kontakten. Das haben viele Studien zeigen das. Also auch ein geringer persönlicher Kontakt muss nicht bedeuten, dass die Beziehung mit dem extern lebenden Elternteil schlecht wäre, "

korrigiert die sozialwissenschaftliche Geografin Michaela Schier. Trotzdem zählt für die Betroffenen jede Minute. Insbesondere viele Väter wünschen sich, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, sagt der Therapeut Peter Thiel:

"Auch nicht bloß so eine Art Spaßpapa zu sein, der im Tierpark dann mit den Kindern rum läuft, sondern auch Betreuungszeiten zu übernehmen. Und das ist aber bei den Vätern, die haben ja meistens nicht darüber nachgedacht, kaum reflektiert oder auch nicht sprachlich in Worte gefasst. Ich höre den Wunsch dann aber raus und dann frage ich: Naja, wie stellen Sie sich das denn vor? Was ist denn Ihrer Meinung nach ein gutes Betreuungsmodell? Und dann fangen die an rumzudrucksen, rumzueiern, bis ich dann irgendwann raus kitzle, dass sie sich schon durchaus von 14 Tagen vorstellen können, dass das Kind vier Tage zum Beispiel beim Vater ist. Dass er auch ein bisschen Alltag mit erlebt mit dem Kind."

Nur drei der befragten Familien teilen die Tage mit den Kindern paritätisch und gleichberechtigt. Dass in allen drei Fällen Vater und Mutter im selben Stadtviertel leben, erleichtert den Töchtern und Söhnen, ohne großen Zeitaufwand die Schule oder ihre Freunde zu besuchen.

Wie die ehemaligen Partner ihr neues Leben mit dem Nachwuchs organisieren, hängt außer der Entfernung ihrer Wohnorte auch mit dem Alter der Kinder zusammen. Die Kleineren leben zumeist bei der Mutter, wohingegen die Älteren sich eher für einen Wechsel oder auch mal einen Umzug zum Vater entscheiden. Doch auch das erzieherische Engagement des Vaters vor der Trennung bestimmt mit darüber, für welche Lösung sich die Eltern danach entscheiden.
Anna aus Stuttgart, 9 Jahre, Residenzmodell, Entfernung ca. 230km:

"Ich find's jetzt gar nicht mehr so schlimm, ich bin jetzt schon dran gewohnt. Also ich kann jetzt eigentlich damit leben."

Die Frage drängt sich auf, wie anstrengend ein Leben an zwei Orten mit unterschiedlichen sozialen Bezügen ist. Diane Nimmo stimmt zu, dass die Kinder mit sehr vielen Anforderungen konfrontiert sind. Sie müssten etwa auf mehreren Ebenen mit Gefühlen umgehen:

"Sie müssen einerseits ihre eigenen Gefühle managen, so was wie die Traurigkeit, wenn sie sich von einem Elternteil verabschieden, oder auch die Vorfreude zum Beispiel auf das bevorstehende Besuchswochenende, die damit verbundene Aufregung auch. Die Aufregung, die damit verbunden ist, dass man da jetzt hinfahren muss, und auch die Freude über das Wiedersehen mit dem anderen Elternteil. Zum anderen aber müssen die Kinder auch emotionale Reaktionen zum Beispiel und Erwartungen auch ihrer Eltern managen oder ihrer Geschwister."

Zum Beispiel: Eine Mutter ist traurig über den bevorstehenden Abschied. Die Tochter traut sich nicht zu zeigen, dass sie sich auf den Vater freut. Oder: Ein Junge reist jedes zweite Wochenende mit seinem Bruder zum Vater.

"Auf der Rückfahrt ist es regelmäßig so, dass der Bruder, der kleine, sehr traurig ist über diesen Abschied. Und der ältere Sohn übernimmt hier auch wieder die Rolle desjenigen, der die Emotionen managt, der also seinen Bruder ablenkt, dadurch dass er ihm vorliest und einfach von diesen Gefühlen der Traurigkeit ablenkt."

"Also das Problem, dass immer ein Elternteil fehlt, dieses Problem tritt sowohl beim Paritätsmodell auf, also bei einer paritätischen wechselnden Betreuung, als auch beim Residenzmodell. Wir können durch die Wahl des Modells jetzt das Kind nicht vor dem Problem schützen, dass eben ein Elternteil nicht zur Verfügung steht für eine bestimmte Zeit."

Das Kind war eine Zeit lang abwesend. Nach dem Wechsel steht an, sich wieder einzugewöhnen. Vor allem, wenn das Kind nur über das Wochenende zu Besuch kommt, ist die Zeit dafür knapp. Die Wissenschaftlerinnen fanden jedoch bestimmte Routinen, mit denen Kinder für Kontinuität sorgen: Ein Junge etwa setzt sich, sobald er beim Vater eintrifft, vor sein Online-Videospiel.

"Und das ist auch das Erste was er macht, wenn er dort ankommt. Er schaltet den Computer an, er checkt den Spielstand und er fängt an, dort weiter zu spielen, wo er das letzte Mal, kurz bevor er gefahren ist, aufgehört hat mit dem Spiel. Und das erlaubt ihm, sofort wieder in dieser Situation anzukommen und in dieser familiären Welt anzukommen und dort anzusetzen, wo er beim letzten Mal aufgehört hat."

"Wir versuchen uns erzieherisch auch prinzipiell immer abzustimmen, dass also nicht einer kreuz und quer schießt, um halt auch den Kindern in beiden Haushalten mehr oder weniger einen gleichmäßigen Background zu geben, dass sie wissen, woran sie sind. Natürlich kann man das nicht 100prozentig machen. Bei Mama ist natürlich immer ein bisschen mehr action, da darf man auch ein bisschen mehr. Weil Mama lässt mal mehr durchgehen oder ist nicht ganz so konsequent. Bei mir ist ein bisschen die härtere Linie, was aber nicht heißt, dass ich deswegen ein Rabenvater bin oder so."

In der Studie zeigte sich, dass die Eltern sich mehr Sorgen über das Leben ihrer Kinder machen als diese selbst. Väter und Mütter bangen, ob diese sich zwischen den beiden Lebenswelten zerrissen fühlen. Ob sie es aushalten, wenn ihre Eltern sie unterschiedlich erziehen, und ob das Hin und Her zu anstrengend ist.

Die befragten Kinder erleben das anders, sagt die Soziologin Diane Nimmo. Sie arrangieren sich damit, wenn das eine Elternhaus streng und stark reglementiert ist, das andere dagegen viele Freiheiten gewährt. Manche bewerten sogar die Vorteile, die ihnen beide Orte bieten, als sehr positiv.

Die körperlichen und emotionalen Anstrengungen, die insbesondere mit dem Reisen verbunden seien, würden zur Normalität. Kinder können sich an zwei Orten und in zwei Familien zu Hause fühlen. Sie wollten, das zeige die Studie, nicht auf den Kontakt zu beiden Elternteilen verzichten.

Alex aus Stuttgart, 12 Jahre,Residenzmodell, Entfernung ca. 230km:

"Ich fühle mich irgendwie an beiden Orten Zuhause. Weil ich hab an beiden Orten Freunde. Also beides ist irgendwie mein Zuhause. Zuhause ist ein Ort, an dem man sich halt wohlfühlt, und - wo man dann halt auch Freunde hat, und, ja, wo halt, ja, wo die Mutter ist, und wo dann auch der Vater ist oder so."

Was aber die Kinder tatsächlich sehr belaste, sei, so das Fazit der Studie, wenn der Streit nach der Trennung weiter gehe. Ein Vater und eine Mutter, die bei der Übergabe kein Wort miteinander wechseln. Oder die sich am Telefon darüber in die Haare kriegen, wie der nächste Geburtstag gefeiert werden soll. Die Wissenschaftlerin Michaela Schier und der
Peter Thiel:

"Was für die Situation nach Scheidung und Trennung äußerst wichtig ist und dafür, dass es für die Kinder auch gut funktionieren kann, ist es einfach notwendig, dass die Eltern auch trotz der Trennung einen Weg finden, ihre Konflikte möglichst fernzuhalten, sag ich mal, diese Partnerschaftskonflikte, oder diese Trennung oder Auflösung der Paarbeziehung fernzuhalten von der Beziehung, die die Kinder weiterhin zu beiden Elternteilen haben. "

"Wenn Eltern ihr Kind lieben und auch in der Lage sind, für das Kind gut zu sorgen bei einer Trennung, dann ist das Kind beim Vater und spürt, da ist eine gute Energie da, die mich hält. Und in der anderen Woche ist das Kind bei der Mutter und hat dieses selbe Gefühl. Aber im Idealfall wären alle Erwachsenen erleuchtet und würden sagen: Ist ja prima, dass du mit dem Papa und seiner neuen Freundin einen so tollen Ausflug gemacht hast. Und dann erzählt das Kind, und dann ist es glücklich, dass es alles erzählt hat und dann geht es zur Tagesordnung über."

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