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Seit 07:15 Uhr Interview
StartseiteMauersplitter"Das Feindbild ist nicht mehr so dermaßen wie es früher war"03.01.2015

Innerdeutsche Grenze"Das Feindbild ist nicht mehr so dermaßen wie es früher war"

3. Januar 1990. Grenzsoldaten in der Berliner Nikolai-Bersarin-Kaserne zu den Veränderungen im Grenzdienst:

Ein Grenzsoldat schaut nahe dem Brandenburger Tor durch die Berliner Mauer nach West-Berlin (imago/NBL Bildarchiv)
Ein Grenzsoldat schaut nahe dem Brandenburger Tor durch die Berliner Mauer nach West-Berlin (imago/NBL Bildarchiv)

"Wenn man jetzt rausgeht, die acht Stunden draußen, man sieht das doch alles mit anderen Augen alles. Das war vorher kaum möglich, dass man mal ein Wort wechseln kann. Denn es kommt ja oft vor, dass welche drüben auf der anderen Seite stehen, die uns früher angesprochen haben und wir ihnen eben darauf keine Antwort gegeben haben. Und dass es heute eben nicht mehr so ist. Und manche richten ein freundliches Wort an einen, man sagt meist 'Guten Tag‘ und das ist bedeutend lockerer geworden. Wir müssen trotzdem noch unsere Staatsgrenze schützen, aber das Feindbild, würd` ich sagen, ist nicht mehr so dermaßen wie es früher war."

Zweiter Grenzer: "Es wird ja das Grenzgesetz überarbeitet, der Paragraf 213 ist außer Kraft. Wir werden eine Umstrukturierung, eine Neugliederung der Grenztruppen auch, durchmachen, ja. Wir stehen ja im Grunde genommen jetzt an einem Scheideweg jetzt der Neuformierung, der Neuorganisation. Und deswegen vielleicht auch die Sache, dass wir zur Zeit nicht in diesem Maße Ausbildung haben."

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