Forschung Aktuell

Donnerstag, 20. August 2009

Umwelt Plastikmüll im Meer setzt giftige Stoffe frei.

Bislang gingen Ökologen davon aus, dass Kunststoff, der im Alltag sehr robust ist, auch im Meer stabil bleibt. Dass dem nicht so ist, belegten jetzt japanische Forscher auf dem Treffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft. Sie hatten bei Simulationstudien herausgefunden: Wird Plastik Sonne, Regen Wind und Meeresströmungen ausgesetzt, dann setzt es schon nach kurzer Zeit umweltschädigende Chemikalien frei. Die Chemikalien werden anschließend von den im Meer lebenden Organismen aufgenommen. Über die Nahrungskette beeinflussen sie den Hormonhaushalt vieler Arten und bringt unter anderem auch deren Fortpflanzung durcheinander und können möglicherweise auch Krebs auslösen. Momentan ist weder ein Verbot von Plastikmülls in Sicht noch eine Methode zum Sammeln oder Herausfiltern der Schadstoffe aus dem Wasser. Und dass, während allein im Nordpazifik ein Plastikmüllteppich treibt, der die Fläche von Mitteleuropa hat. //[tj]//

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