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StartseiteGesichter EuropasStadt der vielen Erinnerungen25.09.2010

Stadt der vielen Erinnerungen

Thessaloniki war ein Schmelztigel

Es gibt viele verschiedene Thessaloniki: das Salonika der Juden, das Selanik der Türken, das Solun der Serben, Mazedonier und Bulgaren. Und natürlich das Thessaloniki der Griechen.

Eine Sendung von Simone Böcker und Chrissi Wilkens. Am Mikrofon: Norbert Weber

Der Aristoteles-Platz in Thessaloniki. (Marianthi Milona)
Der Aristoteles-Platz in Thessaloniki. (Marianthi Milona)

Während der Osmanischen Herrschaft lebten sie in dieser Vielvölkerstadt zusammen – der Inbegriff des Schmelztiegels verschiedener Religionen und Kulturen auf dem Balkan.

Heute bleibt daran nur die Erinnerung. Das Ende des Osmanischen Reichs bedeutete auch das Ende des multiethnischen, vielsprachigen, religiösen und mondänen Gesichts der Stadt. Kriege, Zwangsumsiedlungen und der Holocaust führten dazu, dass Thessaloniki heute fast ausschließlich einsprachig griechisch und christlich-orthodox ist. Kaum eine andere Stadt hat eine derartige Homogenisierung durchlaufen. Bis heute beansprucht Griechenland das historische Erbe der Stadt wie selbstverständlich für sich. Doch begegnet man noch immer den Spuren ihrer früheren Bewohner.

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