Donnerstag, 09. Dezember 2021

1. Raderbergkonzert 2021/22Feinsinn und Kraft

Wie klingt ein Baum? Caroline Shaw hat mit "Evergreen" ein musikalisches Naturdenkmal geschaffen. Das Viano String Quartet kombiniert die moosigen Klänge mit zwei Klassikern. Ein ebenso effektvoller wie tiefgründiger Auftakt zur neuen Raderbergsaison!

Am Mikrofon: Norbert Hornig | 18.10.2021

Das Viano String Quartet beim Raderbergkonzert: (v.l.) Lucy Wang, Hao Zhou, Aiden Kane, Tate Zawadiuk
Das Viano String Quartet beim Raderbergkonzert: (v.l.) Lucy Wang, Hao Zhou, Aiden Kane, Tate Zawadiuk (Thomas Kujawinski / Deutschlandradio)
Wer beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Banff (Kanada) erfolgreich war, hat einen wichtigen Karriereschritt getan. 2019 erspielte sich das Viano String Quartet dort einen 1. Preis. Für das junge Ensemble aus Los Angeles öffneten sich damit die Türen der Konzertsäle, unter anderem debütierte es in der Londoner Wigmore Hall, einem der bedeutendsten Spielorte der Kammermusikszene.
Mit "Evergreen", einem naturinspirierten Werk seiner Landsfrau Caroline Shaw, startet das Viano String Quartet in die neue Raderbergkonzertsaison. Béla Bartóks Streichquartett Nr. 5 ist einer der bedeutendsten Beiträge zur Gattung Streichquartett im 20. Jahrhundert; sein eher heiterer Charakter und die geniale Verknüpfung von Folklore und Kunstmusik machten es besonders populär. Auch in Antonín Dvoráks G-Dur-Streichquartett Nr. 13 finden kompositorische Feinarbeit und Volksmusik beglückend zusammen.
Caroline Shaw
"Evergreen"
Béla Bartók
Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 5, Sz 102
Antonín Dvořák
Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 13 G-Dur, op. 106
Viano String Quartet:
Lucy Wang, Violine
Hao Zhou, Violine
Aiden Kane, Viola
Tate Zawadiuk, Violoncello
Aufnahme vom 5. Oktober 2021 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln