Donnerstag, 18. April 2024

Paritätischer Gesamtverband
14,2 Millionen Menschen in Deutschland von Armut betroffen

In Deutschland ist die Zahl der Menschen, die als arm gelten, leicht gestiegen.

26.03.2024
    Ein Kind steht mit schmutziger Kleidung, zerrissenen Hosen und verschiedenen Strümpfen in einem unaufgräumten Zimmer, in dem Kleidungsstücke, billiges Spielzeug und Essensreste auf dem Boden liegen.
    Die Armut in Deutschland nimmt zu. (picture-alliance/ dpa / Wolfram Steinberg)
    Nach Angaben des Paritätischen Gesamtverbandes waren im Jahr 2022 rund 14,2 Millionen Menschen von Armut betroffen, das sind etwa 100.000 mehr als im Jahr davor. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Schneider, sagte, der Trend stetig wachsender Armut sei damit auf den ersten Blick gestoppt; es gebe aber dennoch keinerlei Grund zur Entwarnung. Weiter hieß es, besonders häufig von Armut betroffen seien Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Menschen mit schlechten Bildungsabschlüssen oder mit ausländischen Staatsbürgerschaften.
    Der Verband forderte die Bundesregierung zu entschlossenen Maßnahmen auf. Dazu gehöre unter anderem die Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro pro Stunde, der Ausbau der Kinderbetreuung und eine wirksame Kindergrundsicherung.
    Als einkommensarm gelten nach der Definiton des Verbandes alle, deren Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Einkommens liegt.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.