Deutscher Wetterdienst
22 Tage mit mindestens 30 Grad - zweitwärmster Sommer seit Beginn der Messungen

Nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes ist der diesjährige Sommer der zweitwärmste seit Aufzeichnungsbeginn gewesen. Die vergangenen Monate seien besonders durch Extremereignisse wie die Hitzewelle Ende Juni aufgefallen. Nur der Sommer im Jahr 2003 sei wärmer gewesen.

    Eine Frau geht bei 35 Grad mit Regenbogen-Sonnenschirm durch die Augsburger Fußgängerzone.
    Im Deutschlandmittel gab es 22 Tage mit mindestens 30 Grad. (IMAGO / Wolfgang Maria Weber / IMAGO)
    Der Wetterdienst schreibt, im Deutschlandmittel seien 22 heiße Tage mit mindestens 30 Grad und fünf sehr heiße Tage mit mindestens 35 Grad festgestellt worden. Außerdem habe es viele sogenannte tropische Nächte gegeben, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fiel.
    Den bundesweiten Höchstwert meldete laut Auswertung am 27. Juni Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt mit 41,8 Grad. Mit durchschnittlich 171 Litern Niederschlag pro Quadratmeter sei der Sommer außerdem sehr trocken gewesen. Eine solche Hitzewelle wäre ohne den Klimawandel statistisch unmöglich gewesen, heißt es im Bericht.

    Mehr als 15.000 Hitzetote

    Das Robert Koch-Institut verzeichnete bis Mitte August mehr als 15.500 Hitze-Tote. Auch diese Zahl ist laut RKI deutlich höher als in den vergangenen zehn Jahren.

    Aus unserem Programm

    Lehren aus dem Hitzesommer - Was will Merz tun gegen die Folgen der Klimakrise?
    Fakten, Mythen, Bildungslücken – Wie steht es um das Wissen zur Klimakrise?
    Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.