"Aid Worker Security Database"
350 humanitäre Helfer starben im vergangenen Jahr im Einsatz

Im vergangenen Jahr sind weltweit 350 Helferinnen und Helfer bei humanitären Einsätzen ums Leben gekommen. Diese Zahl wird in der sogenannten "Aid Worker Security Database" genannt. Demnach wurden allein im Gaza-Streifen 186 Helfer getötet. Im Sudan waren es 71.

    Zwei weiße Wagen vom Roten Kreuz mit Logo-Fahnen stehen nebeneinander
    Humanitäre Helfer: Das Rote Kreuz arbeitet auch in Gaza-Stadt. (IMAGO / Middle East Images / IMAGO / Youssef Alzanoun)
    Die Statistik erfasst neben den getöteten Mitarbeitern von Hilfsorganisationen für das vergangene Jahr auch 322 verwundete und 235 entführte Helfer. Die in Großbritannien erstellte "Aid Worker Security Database" gilt als maßgebliche Referenz für Hilfsorganisationen und Regierungen bei der Bewertung der internationalen Sicherheit.
    Der Sprecher der SOS-Kinderdörfer, Breyer, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, trotz der großen Gefahren hielten die Helferinnen und Helfer in schlimmsten Situationen die Fahne der Menschlichkeit hoch. Eigentlich seien sie durch das humanitäre Völkerrecht geschützt. Das sie dennoch immer wieder Angriffen ausgesetzt seien, dürfe man nicht hinnehmen, so Breyer.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.