
Die geschäftsführende Präsidentin Rodríguez sprach von entscheidenden Stunden. Nach Einschätzung von Hilfsorganisationen sinkt die Aussicht, Überlebende zu finden, nach 48 bis 72 Stunden. Bei den zwei aufeinanderfolgenden Beben waren am Mittwoch mindestens 920 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 3.000 wurden verletzt.
Örtliche Behörden kündigten an, die Zufahrtsstraßen zum besonders schwer getroffenen Bundesstaat La Guaira zu sperren, damit die Einsatzkräfte nicht gestört würden. Die Regierung hat den Bundesstaat unter Militärkontrolle gestellt. Freiwillige Helfer müssen sich registrieren, um zugelassen zu werden. Viele Menschen suchen seit Tagen eigenhändig nach Verschütteten. Aktuell gelten rund 50.000 Menschen als vermisst.
Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
