Nach Attacken auf Journalisten
AfD-Vorstand stellt Auflagen für Streamer "Aktivist Mann"

Der Bundesvorstand der AfD hat sich Medienberichten zufolge von dem parteinahen Streamer "Aktivist Mann" distanziert. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, gibt es Kritik am aggressiven Verhalten des Mannes gegenüber Journalistinnen und Journalisten.

    Björn Höcke (r, AfD), Vorsitzender der AfD in Thüringen, gibt bei der Wahlparty der AfD vor dem Alten Theater ein Interview mit dem Influencer "Aktivist Mann" (l).
    Die AfD distanziert sich vom "Aktivist Mann". (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Dem Bericht zufolge beschloss der Bundesvorstand einstimmig, den Streamer mit dem bürgerlichen Namen Matthäus Westfal nur noch zu Parteiveranstaltungen zuzulassen, wenn "dieser vorab zusichert, andere Streamer und Journalisten nicht zu belästigen". Falls Westfal ausfällig werde, solle er sofort die Veranstaltung verlassen.
    Begründet wird der Schritt laut Redaktionsnetzwerk mit dem Geschäftsmodell von "Akitivist Mann". Dieses sei offensichtlich, Journalisten, die im AfD-Umfeld kritisch gesehen würden, "durch belästigende Fragen und pöbelhaftes Verhalten zur Schau zu stellen". Dieses Verhalten werde inzwischen der AfD zugerechnet.
    Zuletzt hatte der Streamer auf einer AfD-Party nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die "Spiegel"-Journalistin Ann-Kathrin Müller minutenlang im Pressebereich bedrängt und beleidigt. Auf den Beschluss des AfD-Vorstandes reagierte der Streamer mit kritischen Posts.

    Mehr zum Thema:

    AfD im Wahlkampf: Politikwissenschaftler Schroeder sieht neue Qualität an Emotionalisierung – auch durch Streamer und Influencer
    "Aktivist Mann" - Pöbeln für die AfD Sachsen-Anhalt und gegen Medien
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.