Freitag, 19. April 2024

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Am Mikrofon
Der Musiker und Autor Wenzel

Musik hören ist für Wenzel ein Grundbedürfnis, Musik hilft ihm über Traurigkeit und Trübsal hinweg. Seine Texte sind von Melancholie und Lebensfreude geprägt, von Witz und Hohn. In diesen Gegensätzen präsentiert sich auch Wenzels Erzählhaltung am Dlf-Mikrofon.

08.07.2017
    Der Musiker Wenzel mit Zigarette in der Hand vor einer heruntergekommenen Wand
    Der Musiker und Autor Wenzel (Salvadore Brandt)
    Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung sieben Tage nachhören.
    Der Sänger, Musiker und Regisseur hat für seinen Künstlernamen den Vornamen Hans-Eckardt einfach gestrichen. So ist er schlicht als Wenzel unterwegs. Künstlerischer Ruhm hat ihn dabei nie interessiert.
    Zwischen Lust und Leid
    Geboren wurde Wenzel in Kropstädt bei Wittenberg, und hat Berlin vor Jahrzehnten zum Ausgangspunkt seines Wirkens gemacht. Die Erzählhaltung des heute 61-Jährigen bewegt sich zwischen Empathie und Nüchternheit. Engagiert singt er gegen Missstände an, wie schon in jungen Jahren in der DDR – seine Lieder wurden ihr Abgesang. Besonders philosophisch und hintergründig war das, was er bis zum Ende der Neunzigerjahre mit seinem Kollegen Steffen Mensching auf die Bühne brachte.
    Schubert, Eisler und Woody Guthrie
    Wenzel schätzt Franz Schubert, Kurt Weill und Hanns Eisler und hat mit Randy Newman und Konstantin Wecker konzertiert. Woody Guthries Tochter lud den Liedermacher ein, im Archiv ihres Vaters in New York zu arbeiten. Dort hat Wenzel in über 3000 unveröffentlichten Texten gestöbert und Woody Guthrie ins Deutsche übersetzt. Bei Klassik-Pop- et cetera stellt er fest, dass Kriegsgerät und Spionage-Instrumente die Entwicklung der Rockmusik beeinflusst haben und dass dieser Einfluss kein schlechter gewesen ist.