
Auf diese Weise könne die Zukunft von VW nicht gewonnen werden, betonte Lies weiter. Niedersachsen ist mit 20 Prozent an VW beteiligt und ist im Konzernaufsichtsrat stimmberechtigt. Auch der sächsische Wirtschaftsminister Panter betonte, das Werk in Zwickau dürfe nicht pauschalen Kürzungen zum Opfer fallen. Man werde um die Arbeitsplätze kämpfen.
Volkswagen plant laut der Nachrichtenagentur Reuters, die Autoproduktion in den Werken Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm auslaufen zu lassen. Medienberichten zufolge sollen in den nächsten Jahren weltweit bis zu 100.000 Arbeitsplätze gestrichen werden.
Verdopplung des bisherigen Abbauziels?
In einem Bericht des Manager Magazins heißt es unter Berufung auf Konzern-Insider, ein Wegfall von Stellen in dieser Größenordnung entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei aber noch nicht klar. VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Sie seien Teil des neuen "Zielbilds 2030". Das letzte Wort habe nun der Aufsichtsrat, der am 9. Juli darüber beraten solle. Ein weiterer Insider sagte dem Magazin, in dem zentralen Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl.
Volkswagen will Berichte nicht kommentieren
Ein Sprecher von VW erklärte, das Unternehmen werde interne, vertrauliche Unterlagen nicht kommentieren. Die zu Grunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess solle nicht vorgegriffen werden.
Der Volkswagen-Konzern ist aktuell Europas größter Autobauer mit konzernweit rund 657.000 Arbeitsplätzen. In Deutschland hat VW rund 300.000 Beschäftigte.
Widerstand von Gewerkschaft und Betriebsrat
Die IG Metall und der Betriebsrat von Volkswagen haben die Sparpläne kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und die Standorte seien unverantwortliche Drohungen. Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würde man sie mit aller Macht verhindern.
Diese Nachricht wurde am 26.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




