
"Meine Abreise aus Syrien war weder geplant, noch fand sie während der letzten Stunde der Kämpfe statt", schilderte Assad seine Version der Ereignisse. Er trat damit der Darstellung entgegen, wonach er bereits das Land verlassen habe, während seine Truppen noch in Damaskus gegen die islamistischen Milizen kämpften.
Als die Rebellen am zweiten Dezemberwochenende Damaskus eroberten, sei Assad in Absprache mit Russland auf deren Luftwaffenstützpunkt in der Küstenprovinz Latakia geeilt und habe "den Kampf von dort aus fortsetzen" wollen. Nachdem der Stützpunkt mit Drohnen angegriffen worden sei, hätten die Russen entschieden, ihn nach Moskau zu fliegen. Ob die Erklärung authentisch ist, ließ sich zunächst nicht überprüfen.
Der Einnahme von Damaskus und Assads Flucht nach Moskau war ein rasanter militärischer Vormarsch der HTS-Miliz und ihrer Verbündeten durch das Land vorangegangen. Dem gestürzten Machthaber werden massive Menschenrechtsverstöße sowie Kriegsverbrechen vorgeworfen, darunter Folter und Ermordung von Andersdenkenden sowie der Einsatz von Giftgas im Bürgerkrieg.
Diese Nachricht wurde am 17.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.