Bundesgerichtshof
Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt geht in Revision

Der Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt akzeptiert das Urteil des Landgerichts nicht.

    Justizbeamte führen den Täter Taleb A. in Handschellen in den Gerichtssaal. 2024 raste er mit einem Mietwagen auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg.
    Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt geht in Revision. (picture alliance | dpa | Hendrik Schmidt)
    Die Verteidigung habe Revision eingelegt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Nun muss der Bundesgerichtshof den Fall auf Rechtsfehler prüfen. Das Gericht hatte den 51-Jährigen vergangene Woche schuldig gesprochen und eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt. Außerdem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt.
    Der 2006 aus Saudi-Arabien eingewanderte Arzt, der als Psychiater im Maßregelvollzug tätig war, hatte vor eineinhalb Jahren ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit über den Weihnachtsmarkt gesteuert. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben. Hunderte Menschen wurden verletzt. Laut Gericht handelte der Attentäter aus persönlichen Motiven. Mehrfach war er in den vergangenen Jahren wegen aggressiven Auftretens gegenüber Behörden aktenkundig geworden. Er verkehrte in islamfeindlichen und rechten Kreisen. Zudem hing er offenbar Verschwörungsideologien an. Hinweise auf eine psychische Beeinträchtigung standen im Raum.
    Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.