Niedrigwasser
Auch Bayern und Mecklenburg-Vorpommern lockern Sonntagsfahrverbot für Lkw - Logistikverband dämpft Erwartungen

Mit Bayern und Mecklenburg-Vorpommern haben zwei weitere Bundesländer das Fahrverbot für Lkw an Sonn- und Feiertagen gelockert.

    Ein roter Lkw fährt auf einer Autobahnbrücke.
    Durch eine Lockerung des Sonntagsfahrverbots für bestimmte Lkw soll der Gütertransport vom Wasser auf die Straße verlegt werden. (Symbolbild) (imago/blickwinkel)
    Hintergrund ist das Niedrigwasser in deutschen Flüssen. Der bayerische Innenminister erklärte, durch die Ausnahmeregel könnten mehr kritische Güter wie Rohstoffe und Chemikalien auf die Straße umgelenkt werden. Man wolle dadurch Produktionsstopps in der Industrie verhindern. Ähnlich äußerte sich das Verkehrsministerium in Schwerin.
    Wegen der historisch niedrigen Pegelstände in deutschen Flüssen hatten auch Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Ausnahmeregeln für das Sonntagsfahrverbot erlassen.
    Der Logistikverband BGL warnte indes vor zu hohen Erwartungen. Zwar könnten Lkw-Transporte jetzt flexibler geplant werden, erklärte Verbandspräsident Engelhardt. Die Ausnahmeregel löse aber das Kapazitätsproblem im Straßengüterverkehr nicht. In Deutschland fehlten weiterhin mehr als 100.000 LKW-Fahrer.
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.