
In dem Werk sollen jährlich 200.000 SUVs vom Band laufen. Audi zufolge sollen durch die Investition rund 4.500 Arbeitsplätze entstehen. Der Baubeginn sei für das kommende Jahr geplant, die Produktion solle Anfang der 2030er Jahre anlaufen.
Audi importiert bisher alle Fahrzeuge für den amerikanischen Markt aus Europa oder Mexiko. Die Volkswagen-Tochter wird deshalb von den US-Zöllen stark belastet. Trump hat Autohersteller wiederholt aufgefordert, in den USA zu produzieren.
Anfang November finden in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen statt.
Lies: Wachstum in USA darf Arbeit in Deutschland nicht verdrängen
Ministerpräsident Lies, der als Vertreter der Landes Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat sitzt, sagte, die USA seien ein wichtiger Markt für Volkswagen und es sei strategisch richtig, ihn noch besser zu erschließen. "Mehr Produktion dort ist dann eine Chance, wenn auch die Werke und die Beschäftigten in Deutschland davon profitieren. Wachstum in Amerika muss Arbeit und Wertschöpfung hier sichern und darf sie nicht verdrängen", sagte der SPD-Politiker.
IG Metall mahnt Perspektiven für deutsche Standorte an
Die IG Metall äußerte sich zu den Werksplänen grundsätzlich positiv, verband dies aber auch mit einer Mahnung. "Den US-Markt durch ein neues Werk besser zu erschließen ist richtig und notwendig", sagte die Erste Vorsitzende Benner in einer Mitteilung. Jedoch müssten verbindliche Perspektiven für die Beschäftigten an allen Standorten klar definiert werden. Dabei sei der Vorstand in einer Bringschuld. Benner verwies außerdem darauf, die abschließende Entscheidung über einen möglichen Fabrikneubau in den USA stehe unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung. Im Aufsichtsrat der Volkswagen AG ist Benner stellvertretende Vorsitzende.
Krise bei VW
Volkswagen steckt in der Krise. Die Verkäufe von Elektroautos nehmen zwar an Fahrt auf, die Gewinnmargen sind dort jedoch kleiner. Zugleich belasten die Zölle der US-Regierung und vor allem das wegbrechende Geschäft in China die Unternehmen. Volkswagen setzt auf den Abbau zehntausender Stellen: Bis 2030 sollen bei Europas größtem Hersteller weltweit bis zu 100.000 der knapp 667.000 Jobs wegfallen, die meisten davon in Deutschland.
Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
