Sonntag, 19. Mai 2024

Krise im Kaukasus
Baerbock besucht aserbaidschanische Exklave Nachitschewan

Außenministerin Baerbock hat sich in Aserbaidschan für eine Fortsetzung der Friedensgespräche mit dem Nachbarland Armenien ausgesprochen.

05.11.2023
    Baerbock schaut durch ein Fernglas. Ein bärtiger EUMA-Mann in blauer Uniform mit Sonnenbrille steht hinter ihr, sagt etwas und gestikuliert mit der linken Hand.
    Annalena Baerbock im Grenzgebiet zu Nachitschewan. (Hannes P. Albert / dpa)
    In der Hauptstadt Baku kam Baerbock mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Aliyev zusammen. Sie mahnte, dass es für Frieden in der Region die Bereitschaft zum Wohl aller Menschen brauche. Zuvor hatte die Außenministerin im Rahmen ihrer Kaukasus-Reise die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan besucht.
    Dort nahm sie an einer EU-Mission zur Beobachtung der Sicherheitslage teil. Nachitschewan wird durch einen rund 50 Kilometer breiten armenischen Streifen vom aserbaidschanischen Kernland abgetrennt. In Armenien hatte sich Baerbock auch mit Geflüchteten aus Berg-Karabach getroffen. Nach dem militärischen Sieg Aserbaidschans über die selbsternannte Republik Bergkarabach Ende September ist das Gebiet inzwischen weitgehend entvölkert. Nach Angaben Armeniens flohen mehr als 80 Prozent der einstigen Bevölkerung, die überwiegend armenischstämmig war.
    Diese Nachricht wurde am 05.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.