
Auch die Literpreise für Diesel näherten sich dem im April erreichten Höchstwert wieder an und lagen gestern bei im Schnitt 2,404 Euro. Die Treibstoffpreise in Deutschland dürften hoch bleiben, da die Ölpreise durch die Lage am Persischen Golf weiter gestiegen sind.
Tankstellenverband: Preis von drei Euro pro Liter möglich
Der Tankstellenverband hält auch Literpreise von drei Euro für möglich. Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband sagte der "Rheinischen Post", mit diesem Szenario müsse man sich auseinandersetzen. Solche Preise gebe es auch schon an Autobahnen. Rabl kritisierte das Vorgehen der Mineralölkonzerne. "Es wird abkassiert. Und auch die Tankstellenbetreiber leiden unter den hohen Preisen."
Zwar seien die Blockade der Straße von Hormus und der Konflikt mit den Huthis um die Meerenge Bab al-Mandab ein Problem. Der Anteil des Öls hierzulande aus der Golfregion sei jedoch vergleichsweise gering. "Da in den USA die Spritpreise gerade niedrig gehalten werden, müssen die Konzerne woanders das Geld verdienen", sagte Rabl. Das werde nun in Europa gemacht.
Der Preis für Rohöl ist typischerweise der wichtigste Treiber für Änderungen beim Treibstoffpreis. Regional und je nach Uhrzeit können die Preise aber stark abweichen. Zum Handelsstart heute früh kostete ein Fass der Nordseesorte Brent mehr als 107 US-Dollar. Die Drohnenangriffe auf eine wichtige Pipeline in Saudi-Arabien und die Absage eines eigentlich für heute angekündigten Treffens zwischen Iran und Oman zum Konflikt in der Straße von Hormus sorgten für weitere Unsicherheit.
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Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
