
2025 gab es demnach 8.725 Fälle, neun mehr als im Vorjahr und mehr als dreimal so viele wie vor dem Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 und dem anschließenden israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Neben vier Fällen extremer Gewalt wurden rund 180 körperliche Angriffe gezählt. Die meisten Fälle gehören laut RIAS in die Kategorie "verletzendes Verhalten". Dokumentiert werden auch Äußerungen und Vorkommnisse, die keine Straftaten sind.
RIAS orientiert sichbei der Einordnung der Vorfälle an der Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance. Diese IHRA-Definition ist umstritten. Manchen gilt sie als zu vage. Unter anderem wird bemängelt, dass mit ihr selbst sachliche Kritik an der Politik Israels als antisemitisch eingestuft werden könne. Befürworter bestreiten das.
Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
