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Berichterstattung zu Ausschreitungen in Chemnitz"Gegen Rechtsextreme zu sein, ist nicht zwangsläufig links"

In der Berichterstattung über die Ausschreitungen in Chemnitz sei eine komplexe Debatte einfach in zwei Seiten aufgeteilt worden, sagte Thomas Laschyk von der Initiative "Volksverpetzer" im Dlf. Hier von "linken" und "rechten" Demonstranten zu sprechen, verharmlose rechtsextreme Positionen.

Thomas Laschyk im Gespräch mit Sebastian Wellendorf | 28.08.2018

Demonstranten in Chemnitz gegen rechte Gewalt
Gegendemonstranten in Chemnitz - links oder einfach nur demokratisch? (AFP / Odd ANDERSEN)
Nach den Ausschreitungen in Chemnitz ist in vielen Medien von "linken" und "rechten" Demonstranten gesprochen worden. Dabei seien Personen, die sich gegen Rechtsextreme stellten, nicht zwangsläufig "links", sondern "einfach nur Menschen, die für Rechtsstaat und gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrieren", sagte Thomas Laschyk von "volksverpetzer.de" im Dlf. Die Website ist eigenen Angaben zufolge eine "Plattform für kritische, ehrliche und ethisch aufmerksame Berichterstattung und Meinungsbildung".
"Wenn wir einen rechten Mob haben, der verfassungsfeindliche Parolen ruft, Menschen beleidigt, rechtsradikale Statements von sich gibt, die Polizei überfordert und eine Demo zum Ausschreiten bringt, dann ist es nicht mehr legitim, diesen Mob als rechte Demonstranten zu verharmlosen."
Das Problem mit der journalistischen Objektivität
Ein Problem dabei sei auch der Anspruch der Medien, neutral zu berichten und immer zwei Seiten zu Wort kommen zu lassen: "Wenn man auf der einen Seite Menschen hat, die den Tod anderer Menschen fordern, und auf der anderen Menschen, die sich dagegen positionieren, ist es fatal zu sagen: 'Ok, dann muss ich mich jetzt in der Mitte positionieren'."
Nutznießer einer solchen Berichterstattung seien vor allem diejenigen, die den sprachlichen Diskurs verrohen und "an den Grundfesten von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie rütteln" wollten, so Laschyk.