
Craig sei eines natürlichen Todes gestorben, so die Parkbehörde, aufgrund seines hohen Alters und seines langen Lebens in freier Wildbahn. Er zählte zu den wenigen noch lebenden Elefantenbullen mit außergewöhnlich langen und schweren Stoßzähnen, die jeweils mehr als 45 Kilogramm wogen. Diese Tiere werden als "Super Tuskers" bezeichnet und sind in Afrika nur noch selten zu finden, weil sie oft Wilderern zum Opfer fallen.
Stoßzähne bis zum Boden - bereitwilliges Foto-Objekt
Craig wurde 1972 geboren und entstammte der seit Jahrzehnten erforschten CB-Elefantenfamilie. Seine Stoßzähne reichten fast bis zum Boden und waren über weite Entfernungen in den Savannen und Feuchtgebieten des Nationalparks sichtbar.
Ranger und Safari-Guides beschrieben Craig als ungewöhnlich ruhig für einen dominanten Bullen. Nach Angaben der Parkbehörde "schien Craig seinen Platz in der Welt zu verstehen". Er habe häufig angehalten und stillgestanden, während Touristen ihn fotografierten. Der Elefant sei zu einem Symbol erfolgreicher Naturschutzarbeit geworden, hieß es.
Craigs langes Leben gilt als Sieg über die Wilderer
Craig zeugte mehrere Kälber und trug damit zur Weitergabe seltener genetischer Merkmale bei, darunter die Veranlagung zu besonders großen Stoßzähnen. Diese Eigenschaft ist infolge jahrzehntelanger Wilderei selten geworden. Craigs langes Überleben sei dem konsequenten Schutz durch die Parkbehörde und die lokale Gemeinschaft vor Wilderern zu verdanken, erklärte die Parkbehörde.
In Kenia und darüber hinaus bekannt wurde Craig auch durch eine Kampagne eines kenianischen Getränkeherstellers bekannt, der den Elefanten 2021 symbolisch adoptierte, um für den Schutz der Tiere zu werben.
Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
