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Berufsbildungsbericht 2015Zahl der Ausbildungsverträge rückläufig

Lehrling und Meister in der Werkstatt. (picture alliance / dpa/ Sebastian Kahnert)
Lehrling und Meister in der Werkstatt. (picture alliance / dpa/ Sebastian Kahnert)

Die Bundesregierung hat den Berufsbildungsbericht 2015 gebilligt. Daraus geht hervor, dass in Deutschland so wenig ausgebildet wird wie nie seit der Wiedervereinigung. Die Bundesregierung führt das auf weniger Schulabgänger und mehr Studienbewerber zurück.

Dem Berufsbildungsbericht zufolge haben im vergangenen Jahr etwa 522.200 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang um 1,4 Prozent. Die Arbeitgeber beklagten, für Unternehmen werde es immer schwieriger, den Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Suche nach geeigneten Bewerbern schwierig

Die Zahl der freien Lehrstellen war 2014 so hoch wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Gleichzeitig werden für immer mehr Lehrstellen keine geeigneten Bewerber gefunden. Sieben Jahre zuvor gab es noch über 100.000 mehr Schulabsolventen, die eine duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule anfingen.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) forderte bei der Vorstellung des Berufsbildungsberichts, die "Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung muss in den Köpfen ankommen". Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) erklärte, junge Menschen müssten beim Übergang in Ausbildung und Beruf besser unterstützt werden. Mit der Berufseinstiegsbegleitung werde ihnen in der Schlussphase der Schule gezielt unter die Arme gegriffen.

Arbeitgeber: deutlich bessere Chancen für Schulabgänger

Die Arbeitgeber verwiesen darauf, dass die Zahl der Schulabgänger mit Haupt- und Realschulabschluss in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gesunken sei als die Zahl der Ausbildungsverträge. "Die Jugendlichen haben damit deutlich bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz", erklärte die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände.

Erst gestern hatte auch die Bundesagentur für Arbeit gewarnt, dass bis 2030 flächendeckende Engpässe bei Fachkräften in technischen Berufen möglich seien. Gleichzeitig sei mit einem Überangebot an Arbeitskräften unter anderem bei kaufmännischen Dienstleistungen zu rechnen.

(tj/dk)

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