Niedrigwasser
Binnenschiffer warnen vor Zweiteilung des Rheins

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt warnt angesichts des anhaltenden Niedrigwassers vor einer Zweiteilung des Rheins für die wirtschaftliche Nutzung.

    Der Rhein mit Niedrigwasser bei Köln-Mülheim. Der Fluss selbst ist nur ein schmales blaues Band, im Hintergrund ist der Kölner Dom.
    Der Rhein mit Niedrigwasser bei Köln-Mülheim (imago / Jan Huebner)
    Die Entwicklung der Pegelstände verheiße nichts Gutes, sagte
    Verbands-Geschäftsführer Schwanen der "Rheinischen Post". Wegen ausbleibender Niederschläge werde im Laufe der Woche für den wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert. Die gewerbliche Schifffahrt werde bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können.
    Im Prinzip ist der Rhein laut Schwanen damit nicht mehr durchgängig befahrbar. Es gebe nach wie vor Schifffahrt zwischen den Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen sowie von Nordrhein-Westfalen bis etwa Köln. Und es gebe weiter südlich Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main und dem Main-Donau-Kanal. Schwanen begrüßte weitere geplante Krisensitzungen mit dem Bundesverkehrsministerium.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.