
"Zwei Dutzend schwere Handverletzungen mit Amputationen meldete allein eine einzige Unfallklinik in Berlin", notiert die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG:
"Ein ganz normaler Jahreswechsel? Silvester ist längst so etwas wie bewaffneter Karneval geworden. Man feiert auf offener Straße den Ausnahmezustand und lebt den Regelbruch. Wo an Karneval Kamelle fliegen, sind es an Silvester brennende Sprengkörper. Zunehmend illegale, damit es so richtig rummst."
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN befürworten ein Böllerverbot:
"Appelle an die Vernunft sind zwecklos, wie man auch bei diesem Jahreswechsel wieder gesehen hat, wo tagelang rücksichtslos gerummst wird. Und am besten sollte ein Gesetz gegen private Knallerei noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Dann ist auch der unreife Aufstand wie in den Niederlanden gesehen verhindert. Lasst die Profis feuerwerken. Amateure können immer noch die Korken knallen lassen."
In seiner Ansprache zum Neuen Jahr hat Bundeskanzler Merz weitere Sozialreformen angekündigt:
"Deutschland kann seine strukturellen Schwächen nicht länger beschönigen", stellt die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg fest:
"Kanzler Merz hätte den Bürgern eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine belastbare Perspektive für einen Neustart geben müssen. Seine Neujahrsansprache wirkte dagegen beschwichtigend. 2026 wird zum Entscheidungsjahr: nötig sind Priorisierung, das Streichen überholter Versprechen, Investitionen in Kernbereiche sowie ein Schub bei Digitalisierung und KI – sonst droht ein kaum reparabler Vertrauensbruch in die Demokratie."
Der WESER-KURIER aus Bremen konstatiert:
"Es ist die Aufgabe der Bundesregierung, im neuen Jahr 2026 die Reform der Sozialversicherungen anzugehen und diesen Prozess ausgewogen zu gestalten. Das wird ein Kraftakt. Aber wenn es den beiden einstigen Volksparteien nicht gelingt, einen Kompromiss zwischen sozialer Sicherheit und Finanzierbarkeit zu finden, wem sollte das sonst gelingen? Insofern ist es gut, dass Merz mit Zuversicht und Selbstvertrauen ins neue Jahr geht – er wird es brauchen."
Mit Blick auf die steigenden Krankenkassen-Beiträge mahnt die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus:
"Aktuell sind es vor allem die steigenden Kosten in den Krankenhäusern, bei den Arzneimitteln und in den Praxen, die das System unter Druck setzen. Allerdings könnten die massenhaften Entlassungen in der Industrie sowie die steigende Arbeitslosigkeit schon bald dafür sorgen, dass sich die Situation ändert und auch die Einnahmen einbrechen. Angesichts dieses Zeitdrucks muss 2026 tatsächlich das Jahr der Reformen werden, will die Regierung Schlimmeres vermeiden."