05. Januar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Viele Zeitungen befassen sich weiterhin mit der US-Militäraktion in Venezuela und der Gefangennahme des Präsidenten Maduro sowie den Reaktionen darauf.

Ein Feuer auf Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen.
Die US-Militäraktion in Venezuela sorgt weiter für Debatten. (AFP / STR)
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG betont:
"Als leuchtendes Beispiel für liberale Demokratie und einen humanen Wertekodex haben die USA ausgedient. Für Europa kann das nur eines bedeuten: Will der Kontinent eine multipolare Neuordnung mitgestalten, muss er seine transatlantische Abhängigkeit dringend aufbrechen und darf nicht länger als Multiplikator US-amerikanischer Machtpolitik dienen."
"Deutschland und die EU demonstrieren ein instrumentelles Verhältnis zum Völkerrecht",
bemerkt die TAZ und fährt fort:
"Andere Länder zu überfallen, ist schon okay, wenn wir mit dem imperialistischen Aggressor verbündet sind und wir die Regierung des überfallenen Landes doof finden. Um das liberaldemokratische europäische Freiheitsversprechen ist es nicht gut bestellt."
Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf notiert:
"Politisch ist es verzwickt, und das ist der Grund für die verdrucksten Reaktionen aus der Koalition und auch aus der Europäischen Kommission. Europa braucht die USA, eine zu große Distanzierung vom amerikanischen Vorgehen könnte sich als Bumerang erweisen, so die Einschätzung hinter den Kulissen."
Die BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG geht ein auf die erneute Aussage von US-Präsident Trump nach dem Angriff in Caracas, sein Land würde Grönland beanspruchen:
"Man muss es so deutlich sagen: Ein Land, das sich gewaltsam oder mit Erpressung Gebiete eines befreundeten Landes aneignet, ist kein Verbündeter mehr und erst recht keine Schutzmacht. Sondern ein Feind."
Zur Attacke auf das Stromnetz im Südwesten Berlins bemerkt das STRAUBINGER TAGBLATT:
"Es ist schön, dass Berlin über drei Milliarden Euro ausgibt, um Bäume zu pflanzen. Dringlicher wäre es, in den Schutz der kritischen Infrastruktur zu investieren, Trafostationen, Leitungen und Knotenpunkte besser zu schützen und den Bevölkerungsschutz zu stärken."
Der Berliner TAGESSPIEGEL blickt auf den Regierenden Bürgermeister Wegner nach dem Stromanschlag:
"Kai Wegner scheint die Lage entglitten zu sein. Der Stromausfall ist für ihn politisch das, was er für viele Menschen im Südwesten Berlins derzeit ganz real ist: eine Katastrophe."
Die BERLINER ZEITUNG kritisiert das Ausbleiben von Stellungnahmen aus dem linken politischen Spektrum nach dem Anschlag:
"Von der Mobilisierung gegen rechts bis zum Feminismus: NGOs und linke Leitfiguren trommeln binnen Minuten Tausende zusammen. Doch wenn ein linksextremer Anschlag Zehntausende Berliner in die Kälte schickt, herrscht ein ohrenbetäubendes Schweigen. Die Nächstenliebe der 'Guten' scheint selektiv zu sein. Passt der Täter nicht ins Feindbild, bleibt die Heizung eben kalt und das Smartphone der Aktivisten stumm."