06. Januar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird der US-Anspruch auf Grönland - begründet mit einem Vordringen Russlands und Chinas.

Dietmar Woidke (l.) und Robert Crumbach stehen in der Staatskanzlei von Brandenburg bei einem Statement für die Presse vor einer blauen Wand zusammen.
Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD, l.) und sein aus BSW ausgetretener Vize Crumbach. (picture alliance / dpa / Christophe Gateau)
"Einmal mehr zeigt sich der kompromisslose Geschäftsmann Trump", hält der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER fest:
"Er sieht Amerika als Großkonzern auf einem unregulierten kapitalistischen Markt – der Welt. Um seine Ziele zu verwirklichen, nutzt er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel. Regularien wie Menschen- oder Völkerrecht stören da nur. Wer sich nicht beugt, wird kaputtgemacht."
Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg moniert:
"Europa verlässt sich wider besseres Wissen weiter auf Washington – obwohl wirtschaftlich stark. Aber der Kontinent ist politisch zerstritten. Gleichzeitig stresst Trump die NATO: Droht ein Mitglied einem anderen, wird das Bündnis ausgehöhlt. Europa muss Trump wörtlich nehmen – oder riskiert eine Welt, in der Macht vor Recht geht."
"Gegen eine Annexion Grönlands könnte Europa nichts und Dänemark allein erst recht nichts ausrichten", konstatiert der SÜDKURIER aus Konstanz:
"Gefragt ist ein Europa, das seiner weiteren Verzwergung Einhalt gebietet. Das könnte schnell geschehen. Etwa durch die endlich vollzogene Unterschrift unter den Mercosur-Vertrag. Seine Botschaft wäre: Auch Europa kann seine Claims abstecken. Das Trump-Zeitalter zwingt es dazu."
In Brandenburg ist die Koalition aus SPD und BSW zerbrochen. Die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen schreibt dazu:
"Mit dem Scheitern in Brandenburg hat das BSW nicht nur eine Koalition verloren, sondern viel Glaubwürdigkeit. Wer ernsthaft regieren will, kann nicht zugleich im Modus der Opposition verharren. Das Ende dieser Koalition sendet aber noch ein anderes Signal: Mit der Landesregierung gerät auch die Hoffnung ins Wanken, die AfD durch unkonventionelle Allianzen ausbremsen zu können."
"Das Aus der Koalition war überfällig und hätte auch schon Ende vergangenen Jahres vollzogen werden können", meint die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder:
"Aber offenbar hat man sich in Potsdam nur noch darum gesorgt, wer wem den Schwarzen Peter zuschieben kann und die Wirkung auf die Menschen im Land völlig außer Acht gelassen. Jetzt, da das Kapitel BSW als Regierungspartei beendet wurde, ist von Woidke zu erwarten, dass er sich und seine Partei als handlungsfähig präsentiert und schnell zu Koalitionsgesprächen mit der CDU kommt."
Auch die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz ist überzeugt:
"Eine Zusammenarbeit mit der CDU ist für Woidke die einzig verbleibende Option, um Ministerpräsident zu bleiben. Denn er war bei der Landtagswahl mit der SPD nur hauchdünn vor der AfD gelandet. Für die Rechtsextremen selbst ist der Koalitionsbruch nun eine Steilvorlage. Sie stehen in Umfragen bei 35 Prozent, die SPD auf Platz zwei lediglich bei 22 Prozent. Woidke muss also Neuwahlen verhindern, sonst droht ein AfD-Durchmarsch."