
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG bilanziert:
"Formal betrachtet sind die Beschlüsse, die beim Treffen der 'Koalition der Willigen' in Paris getroffen wurden, nichts wirklich Neues. Mental und geopolitisch ist es aber ein großer Schritt, dass Europa nun bereit ist, nach einem möglichen Waffenstillstand selbst Soldaten in die Ukraine zu entsenden."
Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz stellt fest:
"Die Briten sind es, gemeinsam mit den Franzosen, die bei einem Militäreinsatz in der Ukraine das größte Risiko tragen würden. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland mit der Bundeswehr ebenfalls einen starken Beitrag leistet."
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) begrüßt, dass
"die Europäer in Dreiecksgesprächen mit den USA und der Ukraine solche Pläne entwickeln. Das ist der beste Weg, US-Präsident Donald Trump auf der eigenen Seite zu halten."
Der Bremer WESER-KURIER gibt zu bedenken:
"Ob sich Russland tatsächlich auf das Angebot einlässt, im Gegenzug für die seit 2022 eroberten Gebiete oder für eine Demilitarisierung des Donbass ausländische Truppen im Nachbarland zu dulden, scheint mehr als fraglich. Sollte es aber tatsächlich zu einem Waffenstillstand in der Ukraine kommen, wird sich Deutschland nicht mehr wegducken können."
"Sicherheitsgarantien sind unverzichtbare Voraussetzung für einen sicheren Frieden in der Ukraine", betont DIE RHEINPFALZ aus Ludwigshafen:
"Abschreckung ist die Sprache, die Putin versteht. Ohne wehrhafte Absicherung der Ukraine wird Putin den Frieden nicht wahren, wird niemand etwas wiederaufbauen in der Ukraine."
Themenwechsel. Die USA haben erneut erklärt, dass sie die Kontrolle über Grönland anstreben. Das Portal T-ONLINE empfiehlt:
"Die europäischen NATO-Länder und Kanada sollten die Situation ernst nehmen und es nicht mehr bei empörten Stellungnahmen und Solidaritätsadressen Richtung Dänemark und Grönland belassen. Sie sollten stattdessen ihre Militärpräsenz im Nordatlantik massiv ausbauen."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU gibt zu bedenken:
"Europa ist auch für die Vereinigten Staaten wichtig. Ein Konflikt über die Insel verbunden mit einem möglichen Handelsstreit würde die Preise in den USA vor den wegweisenden Zwischenwahlen Ende des Jahres in die Höhe treiben."
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN finden:
"Die EU ist gut beraten, offen mit den USA zu diskutieren, wie Grönland in ein neues gemeinsames Sicherheitskonzept einbezogen werden kann. Mit dem Argument, Grönland gehöre den Grönländern, sagt die dänische Ministerpräsidentin nur die halbe Wahrheit."
