21. Juni 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Viele Blätter kommentieren die bekannt gewordenen Reform-Empfehlungen der Rentenkommission.

    Ein Alter Mann sitzt am Tisch und zählt Kleingeld.
    Die Reform-Empfehlungen der Rentenkommission sind bereits bekannt geworden. Zahlreiche Zeitungen kommentieren die Vorschläge. (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    "Die Vorschläge sind gut",
    urteilt die RHEINISCHE POST und listet auf:
    "Das Rentenalter soll mit der Lebenserwartung steigen und der Kreis der Beitragszahler endlich erweitert werden. Zudem soll ein Teil der Rentenbeiträge künftig am Aktienmarkt angelegt werden. So könnte die Rente stärker von den Kapitalmärkten profitieren."
    Auch DIE ZEIT begrüßt die Vorschläge:
    "Was die Rentenkommission vorgelegt hat, ist eine gute Basis für eine Reform der Altersvorsorge, die die Rente für die kommenden Jahre und Jahrzehnte stabilisiert. Die Regierung wäre gut beraten, die Beschlüsse umzusetzen."
    Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm findet:
    "Bei den Vorschlägen gibt es auch Schattenseiten: Dass die Mütterrente nicht angetastet werden soll, ist eine Fehlentscheidung. Zudem soll der Nachhaltigkeitsfaktor erst 2032 wieder greifen. Er setzt für die Berechnung des Rentenanstiegs Beitragszahler und Rentenempfänger ins Verhältnis. Unter dem Strich aber sind die Ideen durchaus vielversprechend."
    Das HANDELSBLATT appelliert an den Bundeskanzler, die Reform umzusetzen:
    "Sollte SPD-Chefin Bas versuchen, die Empfehlungen zu verwässern – wie sie es schon beim Arbeitszeitgesetz tat –, muss sich Merz endlich durchsetzen. Das Grundgesetz sieht dafür als Ultima Ratio die Richtlinienkompetenz vor. Es geht nicht nur um die Rente, sondern auch um die finanziellen Lasten für den Bundeshaushalt und die Attraktivität des Standorts Deutschlands mit Blick auf die Arbeitskosten."
    Der zu Ende gegangene Parteitag der Linken in Potsdam ist Thema in den NÜRNBERGER NACHRICHTEN:
    "Bei der Frage 'Wie hältst Du‘s mit Israel?' konnte der neue Co-Vorsitzende Luigi Pantisano die Linke auf die Position bringen, die er schon lange vertritt: Sie spricht mit Blick auf Israels Politik von 'Genozid', also von Völkermord. Damit steht die Linke in Deutschland allein".
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG geht auf einen anderen Aspekt ein. Dass Pantisano....
    "....die Politik der CDU als faschistisch bezeichnete, wenn auch auf Nachfrage nur 'teilweise', ist einfach absurd. Pantisano wurde zwar sogleich von Parteifreunden aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt der Kopf gewaschen. Doch es wurde deutlich, dass sich diese Partei mit ihrer Ideologie nicht nur selbst im Weg steht – auch ihr Kampf gegen die AfD wird dadurch nicht leichter, sondern schwerer",
    so die FAZ.
    Unverständnis für Pantisanos Äußerung zeigt auch die TAZ:
    "Man muss kein begabter Skeptiker sein, um zu begreifen, wer gewinnt, wenn sich Demokraten gegenseitig als Faschisten beschimpfen: die AfD."
    Und die VOLKSSTIMME aus Magdeburg bezeichnet Pantisanos Faschismus-Vorwurf an die CDU als...
    "...abgefeimte Provokation".