
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE konstatiert:
"Die Klimakatastrophe entwickelt sich zur Wirtschaftskatastrophe. Und wenn Wasser ein knappes Gut wird, könnte das weltweit zu Verteilungskämpfen führen. Ob in Rechenzentren oder in der Chipproduktion: Überall werden Unmengen Wasser gebraucht. Der Rohstoff wird zum Machtfaktor."
Die Berliner TAGESZEITUNG, kurz TAZ, warnt:
"Es spricht viel gegen eine Fahrrinnenvertiefung. Die am Mittelrhein geplante Aktion steht sinnbildlich dafür, wie die Natur kurzfristigen wirtschaftlichen Zielen unterworfen wird. Wichtiger wäre es, Verkehrswege an die Natur anzupassen und sie im Zusammenspiel mit Klima- und Naturschutzmaßnahmen zu denken."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG weist auf Versäumnisse hin:
"Deutschland hat zwar ambitionierte Klimaziele, bei der Anpassung an die Folgen von Trockenzeiten, Starkregen und Fluten aber wurde zu lange zu zögerlich gehandelt. Im Fall der Binnenschifffahrt wurden weder die Fahrrinnen im Rhein ausreichend vertieft noch der Bau niedrigwassertauglicher Schiffe entsprechend vorangetrieben. Geschweige denn wurde das Schienennetz für deutlich mehr Güterverkehr per Bahn ausgebaut."
Mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle befasst sich DIE TAGESPOST aus Würzburg:
"Ob Russland tatsächlich hinter dem Leipziger Drohnen-Vorfall steckt, müssen die Ermittlungen zeigen. Eines steht fest: Der Krieg strahlt längst über das eigentliche Kriegsgebiet hinaus. Solche Anschläge sind nicht nur gegen die Ukraine gerichtet. Sie zielen auf die Stimmungslage der deutschen Bevölkerung ab. Sie sind wie Nadelstiche, das Angriffsziel: die sowieso schon merklich angekratzte Psyche der Deutschen."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG fordert:
"Nach dem glücklichen Zufallsfund einer mit Semtex-Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Flugfeld in Leipzig ist ein besseres System zum Schutz kritischer Infrastruktur und besonders von Flughäfen dringend geboten. Bei aller Würdigung der Versuche, etwa durch das neue Luftabwehrgesetz die Sicherheitslage zu verbessern: Noch immer erscheint Deutschland hilflos, wenn Drohnen über Flughäfen oder Bundeswehrstützpunkten auftauchen, offenkundigum diese auszuspionieren."
Eine außenpolitische Reaktion dürfte nicht hastig geschehen, warnt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG.
"Kein weiteres Säumen aber darf es bei den Konsequenzen für die Gefahrenabwehr geben. Technik entwickelt sich weiter, heute schneller denn je. Das ist aber keine Ausrede dafür, notwendige Anschaffungen hintanzustellen. Und klare, reaktionsschnelle Strukturen sind erst recht ein Gebot, nicht erst seit gestern."
