Dienstag, 04. Oktober 2022

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Bojan Z Trio mit Nils Wogram
Zwischen Balkan-Jazz und Fusion

Ende der 1980er-Jahre zog Bojan Z von Belgrad nach Paris und machte schnell Karriere an der Seite moderner Jazzgrößen. Die Musik seines eigenen Trios verrät in dezenten Färbungen die Balkan-Wurzeln des Pianisten.

Am Mikrofon: Thomas Loewner | 15.06.2021

    Ein Mann mit kahlem Kopf und orangem Hemd sitzt breitbeinig auf einem Sessel und blickt zur Seite.
    2002 wurde Bojan Z von der französischen Regierung zum "Ritter der Künste" geschlagen. (Volker Beushausen)
    Weil sein serbischer Nachname Zulfikarpašić vielen Westeuropäern Schwierigkeiten bereitet, kürzt der in Belgrad geborene Musiker ihn einfach mit Z ab. Zusammenarbeiten mit Henri Texier oder Nguyên Lê und Auszeichnungen wie der Prix Django Reinhardt belegen eindrucksvoll seinen Status in der französischen Szene. Als Bandleader und Komponist hat er durch die Einbeziehung osteuropäischer Rhythmen und Tonleitern eine unverwechselbare musikalische Handschrift entwickelt. Neben dem Konzertflügel spielt Bojan Z auch gerne E-Piano und öffnet sich damit dem Jazz-Rock. Für das Konzert in Paris erweiterte er sein Trio um den Posaunisten Nils Wogram. Die beiden veröffentlichten 2015 eine gemeinsame Duo-CD und arbeiten regelmäßig zusammen.
    Bojan Zulfikarpašić, Piano, Fender Rhodes
    Thomas Bramerie, Kontrabass
    Arnaud Dolmen, Schlagzeug
    Nils Wogram, Posaune
    Aufnahme vom 20.9.2019 aus dem Studio 104 des Maison de la Radio, Paris