Technologiekonzern
Bosch zahlt Millionenstrafe in den USA wegen Lieferungen an Huawei

Der Technologiekonzern Bosch muss in den USA eine Millionenstrafe zahlen.

    Der rote Bosch-Schriftzug prangt an einer dunklen Wand, hinter der man Bäume sieht. Im Bildhintergrund ist ein Teil des Firmengebäudes zu sehen.
    Zugang zur Konzernzentrale in Gerlingen. (picture alliance / dpa / Bernd Weißbrod)
    Grund sind Lieferungen von Bosch an den chinesischen Huawei-Konzern. Dieser steht wegen seiner Verbindungen zum chinesischen Staat und der Sorge vor möglicher Spionage oder Sabotage auf einer schwarzen Liste der US-Regierung. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, erklärte sich Bosch zu einer Zahlung von 36 Millionen Dollar bereit.
    Zwei ausländische Tochtergesellschaften des Konzerns in den USA hatten zwischen 2020 und 2024 in mehr als 100 Fällen Sensoren und Software für Mobiltelefone an Huawei geliefert, ohne über die nötige Ausfuhrgenehmigung Washingtons verfügt zu haben.
    Das ​US-Justizministerium stellte Ermittlungen gegen Bosch ein, da der Konzern sein Fehlverhalten selbst offengelegt hatte. Laut dem in schwäbischen Gerlingen ansässigen Unternehmen geschahen die Verstöße unbeabsichtigt.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.