
Hunderte Menschen hatten dort gestern Abend wegen eines Polizeifehlers im Zusammenhang mit dem Mord im vergangenen Dezember an einem 18-jährigen Studenten protestiert. Die Demonstrierenden warfen der Polizei umgekehrten Rassismus vor, eine Benachteiligung der weißen Mehrheitsbevölkerung. Sie schleuderten Mülltonnen, Warnkegel und andere Gegenstände auf die Einsatzkräfte. Es gebe keine Rechtfertigung für diese Gewalt, erklärte Starmer im Parlament. Ähnlich äußerte sich die britische Innenministerin Mahmood.
Der am Montag zu lebenslanger Haft verurteilte Täter aus der Sikh-Gemeinschaft hatte den Studenten im Dezember 2025 mit einem Messer verletzt, bevor er sich selbst als Opfer eines rassistisch motivierten Angriffs darstellte. Die Polizisten legten daraufhin dem Schwerverletzten Handschellen an, obwohl dieser mehrmals sagte, dass er niedergestochen worden sei und nicht atmen könne. Ihm wurde kein Glauben geschenkt. Kurz darauf starb er.
Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
