Aufarbeitung
Bund gibt mehr Geld für Gedenkstätten

Die Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur erhalten mehr Geld. Laut Kulturstaatsminister Weimer sind zusätzliche zehn Millionen Euro vorgesehen - fünf Millionen für Projektförderungen und fünf für die institutionelle Stärkung der vom Bund geförderten Gedenkstätten.

    Das Lagertor des ehemaligen KZ Buchenwald. Linker Hand sind Baracken zu sehen, deren Fenster vergittert sind. Es ist ein diesiger Tag, vor dem Tor stehen vereinzelt Menschen mit Regenschirm.
    Auch die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora soll mehr Geld bekommen. Auf dem Bild: Das Lagertor des ehemaligen KZ Buchenwald. (dpa / picture alliance / Martin Schutt)
    Davon sollen unter anderem die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die Bayerischen KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg und die Gedenkstätte Topografie des Terrors profitieren. Außerdem sollen die Gedenkstätten und deren Mitarbeitende besser geschützt werden.
    "Gerade in einer Zeit, in der Desinformation und Geschichtsverfälschung zunehmen und die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verstummen, brauche unsere Erinnerungskultur starke Erinnerungsorte", betonte Weimer. "Wer historische Fakten leugnet oder Erinnerungsorte angreift, relativiert unsere Geschichte und diffamiert die Opfer von Gewalt und Unterdrückung. Deshalb stärken wir die Gedenkstätten nicht nur in ihrer Bildungs- und Vermittlungsarbeit, sondern unterstützen sie auch dabei, ihre Beschäftigten, ihre Besucherinnen und Besucher sowie die historischen Orte selbst wirksam zu schützen."
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.