Leipzig
Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen nach Drohnen-Vorfall

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen.

    Eine ukrainische Antonov parkt am Flughafen Leipzig/Halle hinter einem Zaun auf dem Flughafengelände. Der Zaun ist mit Stacheldraht gesichert.
    Drohne am Flughafen Leipzig/Halle: Noch ist unklar, wer hinter dem Vorfall in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs steckt. Aber viele vermuten: Russland (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)
    Es bestehe der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, teilte die Karlsruher Behörde mit.
    An der Drohne sei professioneller Sprengstoff und ein Zünder angebracht worden. Zudem sei eine Frachtmaschine im erweiterten Bereich des Flughafens in der Luft mutmaßlich mit einer weiteren Drohne kollidiert. 
    Grünen-Fraktionschefin Dröge erhob in der Zeitung "Die Welt" Vorwürfe gegen Russland und kritsierte Bundesinnenminister Dobrindt dafür, dass er diesen Verdacht nicht klar benannt hat. Dröge forderte Bundeskanzler Merz auf, den Nationalen Sicherheitsrat einzuberufen. Auf eine solche Aggression müsse mit Entschlossenheit reagiert werden, nicht mit schwammigen Worten.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.