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Auslandsreise
Bundesforschungsministerin kündigt Ausbau der Halbleiter-Kooperation mit Taiwan an

Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger will die Zusammenarbeit mit Taiwan auf dem Gebiet der Halbleiter- der Wasserstoff- und der Batterieforschung ausbauen.

23.03.2023
    Taiwan, Taipeh: Tsung-Tsong Wu, Taiwans Minister für Wissenschaft und Technologie, spricht mit Bettina Stark-Watzinger (FDP), Bundesbildungsministerin, im National Science and Technology Council in Taipeh über Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Technologie.
    Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger in Taiwan (Jörg Ratzsch/dpa)
    In der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh sagte die FDP-Politikerin, Deutschland sei hier sehr stark in der Grundlagenforschung, Taiwan hingegen in der Anwendung und im Transfer. Das Land könne Vorbild und Partner sein, um in Deutschland und Europa die Herstellung von Chips auszubauen. Bereits gestern hatte Stark-Watzinger ein Abkommen zur verstärkten Forschungszusammenarbeit vereinbart. Gemeinsam mit Wissenschaftsminister Tsung-Tsong Wu unterzeichnete sie eine Absichtserklärung. Sie verwies dabei auf die Wissenschaftsfreiheit und Transparenz in dem Land. Die FDP-Politikerin ist das erste Bundeskabinettsmitglied, das seit 26 Jahren nach Taiwan gereist ist. Sie betonte, es sei ihr eine Ehre. Sinn und Zweck der Reise sei ein fachlicher Austausch.
    Chinesische Kritik an ihrem zweitägigen Besuch Taiwans, das von Peking als abtrünnige Provinz angesehen wird, wies Stark-Watzinger zurück. Sie führe die Gespräche als Fachministerin. Zudem finde die Reise im Rahmen der Ein-China-Politik der Bundesregierung statt. Deutschland erkennt nur China als unabhängigen Staat an, sucht zu dem demokratisch organisierten Taiwan aber unterhalb der diplomatischen Ebene engere Kontakte. Die Regierung Peking versucht, solche internationalen Kontakte mit massiven Drohungen und Sanktionen zu verhindern.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.