Umstrittene Palantir-Software
Bundesinnenminister Dobrindt: Kann die Aufregung darüber nicht nachvollziehen

Bundesinnenminister Dobrindt hat keine Bedenken gegen den Einsatz der umstrittenen Analyse-Software des US-Unternehmens Palantir bei der Polizei.

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt steht am Rednerpult im Bundestag. Er hat die Arme leicht angewinkelt nach vorne ausgestreckt.
    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, CSU (Archivfoto) (Malin Wunderlich / dpa / Malin Wunderlich)
    Er könne die Aufregung darüber nicht nachvollziehen, sagte der CSU-Politiker dem Magazin "Stern". Ihm gehe es darum, dass Verbrechen aufgeklärt und weitere verhindert würden. Neue digitale Befugnisse und Künstliche Intelligenz würden die 55.000 Bundespolizisten stark entlasten. Die SPD ist gegen die Einführung. Sie warnt vor Datenschutzrisiken und technologischer Abhängigkeit von einem US-Unternehmen mit Geheimdienstnähe. Zudem begründet sie die Ablehnung mit Palantir-Gründer Peter Thiel, der bis heute im Verwaltungsrat ist. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Fiedler, nannte den Tech-Milliardär "einen Demokratiefeind von besonders bedrohlichem Kaliber". Es sei nicht vermittelbar, ausgerechnet Thiel aus Steuermitteln finanziell zu fördern.
    Die Palantir-Software wird bereits in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern eingesetzt. In Baden-Württemberg ist dies geplant.
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.