Nach Waldbrand
Bundeskanzler Merz dankt Einsatzkräften in Hürtgenwald - Buhrufe aus dem Publikum

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald hat Bundeskanzler Merz die Gemeinde in Nordrhein-Westfalen besucht und den Einsatzkräften gedankt. Ohne die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk, Land- und Forstwirtschaft wäre der Waldbrand nicht so glimpflich ausgegangen, sagte Merz.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht bei einem Pressestatement in Hürtgenwald-Gey.
    Bundeskanzler Merz besuchte das Waldbrandgebiet in Hürtgenwald. (dpa / Christoph Reichwein)
    "Der bedauerliche Befund ist, wir müssen damit rechnen, dass wir häufiger solche Ereignisse haben. Das ist Klimawandel", betonte der Kanzler weiter. Man werde alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen, aber man müsse auch mit ihm leben. Merz kündigte an, die Regierung werde bei der Kabinettsklausur in der kommenden Woche darüber sprechen, wie Deutschland besser auf Großschadenereignisse wie den schweren Waldbrand vorbereitet werden könne.

    Pfiffe und Buhrufe für den Bundeskanzler

    Es war Merz' erster öffentlicher Auftritt nach seinem Sommerurlaub. Begleitet wurde die Ansprache des Kanzlers von einem Pfeifkonzert. Kritiker hatten ihm vorgeworfen, nicht früher in das Waldbrandgebiet gereist zu sein. Der Landrat des Kreises Düren, Nolten, betonte, er habe den Kanzler gebeten, erst nach dem Einsatz der Feuerwehrleute zu kommen. Nolten forderte diejenigen Menschen, die ihren Unmut bekundeten, auf, dem Technischen Hilfswerk, der freiwilligen Feuerwehr oder dem Roten Kreuz beizutreten.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Nach Waldbrand: Bundeskanzler Merz besucht Hürtgenwald
    Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.