Nach Drohnen-Vorfall in Leipzig
Bundeskanzler Merz warnt vor weiteren hybriden Angriffen

Nach dem gescheiterten Drohnen-Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle hat Bundeskanzler Merz vor weiteren hybriden Angriffen auf Deutschland gewarnt. Deutschland sei fest entschlossen, seine Demokratie und sein Territorium zu verteidigen, sagte Merz bei einer Veranstaltung der niedersächsischen CDU in Langenhagen. Dies müsse jeder Angreifer wissen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht am Rednerpult. Er spricht auf einer Veranstaltung der CDU Niedersachsen.
    Bundeskanzler Merz hat bei einer Veranstaltung der niedersächsischen CDU in Lagenhagen vor weiteren hybriden Angriffen auf Deutschland gewarnt. (picture alliance / dpa / Moritz Frankenberg)
    Der Vorfall auf dem Leipziger Flughafen sei inzwischen eindeutig und gerichtsfest zugeordnet, erklärte der CDU-Vorsitzende. Die Bundesregierung macht dafür Russland verantwortlich. Moskau bestreitet dies.

    Merz: Hätte Inferno geben können

    Anfang August war eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe von ukrainischen Transportmaschinen entdeckt worden. Im Falle einer Explosion hätte es laut Merz auf dem Flughafen ein Inferno geben können.
    Die Bundesregierung rechnet nun mit weiteren hybriden Angriffen Russlands. Unter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Dazu zählen auch Cyberattacken und Desinformationskampagnen, um die öffentliche Meinung etwa vor Wahlen zu beeinflussen.

    Vergleich mit Zeit des Kalten Krieges 

    Merz verglich die jetzige Situation mit der Anfang der 1980er-Jahre sehr kontrovers geführten Nachrüstungsdebatte zur Zeit des Kalten Krieges mit der Sowjetunion. Damals hatte es Massenproteste gegeben. Merz betonte, dass heute wie damals wichtig sei, Kurs zu halten.

    Weitere Informationen:

    Russlandpolitik – Angst vor der eigenen Courage
    Leipziger Drohnenvorfall - Warum die Bundesregierung auf Russland zeigt
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.