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StartseiteSport am Wochenende"Der Maschinenraum des Profi-Fußballs"25.04.2015

Bundesliga-Gespräch"Der Maschinenraum des Profi-Fußballs"

In der Bundesliga steht der FC Bayern vor dem erneuten Titelgewinn, in der Champions League zog der Club nach einer Gala gegen den FC Porto ins Halbfinale ein. Thomas Kistner von der "Süddeutschen Zeitung" sieht da aber Klärungsbedarf in medizinischen Fragen.

Thomas Kistner im Gespräch mit Astrid Rawohl

Bayern-Star Thomas Müller jubelt mit den Fans nach dem 6:1 gegen Porto (Thomas Eisenhuth/dpa)
Bayern-Star Thomas Müller jubelt mit den Fans nach dem 6:1 gegen Porto (Thomas Eisenhuth/dpa)

"Ich find es schon sehr erstaunlich, mit welchen energetischen Superleistungen zuerst Porto im Hinspiel und dann der FC Bayern im Rückspiel aufgetreten sind", sagte Thomas Kistner im Deutschlandfunk. Der Fußball-Experte der "Süddeutschen Zeitung" äußerte zugleich den Eindruck, "dass die Bayern den richtigen Mann ausgewechselt haben: Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt." Kistner forderte dennoch die Verantwortlichen auf zu klären, was zwischen Teamarzt und Verein passiert  sei. Denn die medizinische Versorgung sei der "Maschinenraum des Profi-Fußballs."

Klärungsbedarf sieht Kistner auch bei der Verletzung von Holger Badstuber, der sich im Champions-League-Spiel gegen den FC Porto einen Muskelriss im Oberschenkel zugezogen hatte und nun monatelang ausfällt. Wie könne es sein, so Kistner, "dass ein Spieler eine so brutale Verletzung überhaupt erst am nächsten Tag bemerkt hat".

Schließlich forderte Kistner eine Bestandsaufnahme im Bereich aller leistungsfördernden Mittel und Anwendungen. Schmerzmittel etwa stünden nicht auf der Verbotsliste, hätten aber "künstliche und verfälschende Wirkungen" auf die Leistungen der Spieler. 

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 25. Oktober 2015 nachhören.

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