Verkehrsprojekte
Bundesregierung einigt sich auf Entwurf für "Infrastruktur-Zukunftsgesetz"

Das Bundeskabinett hat sich auf einen Gesetzentwurf zur Beschleunigung von Verkehrsprojekten geeinigt.

    Dauerbaustelle auf der A8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe mit Stau aus der Luft fotografiert.
    Die Bundesregierung einigt sich auf Beschleunigung von Verkehrsprojekten. (picture alliance / imageBROKER / Arnulf Hettrich)
    Das teilte das Umweltministerium in Berlin mit. Man trage den Entwurf mit, auch wenn Belange des Umweltschutzes teilweise zurücktreten müssten, hieß es. Laut dem Entwurf sollen zentrale Projekte zum Bau von Straßen, Brücken oder Schienen als Vorhaben des überragenden öffentlichen Interesses eingestuft werden. Dies soll gerichtlichen und behördlichen Abwägungsentscheidungen ein höheres Gewicht beimessen und so Genehmigungsprozesse beschleunigen.
    Der Naturschutzbund Deutschland reagierte enttäuscht auf die Einigung. Die Maßnahmen zur Planungsbeschleunigung schwächten an vielen Stellen bestehende Naturschutzstandards, sagte Nabu-Präsident Krüger. Unklar bleibe, wie die Risiken für Natur und Umwelt ausgeglichen werden sollten. Über den Gesetzentwurf soll der Bundestag noch in dieser Woche abstimmen.
    Ein Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden hatte zuvor die Bundesregierung aufgefordert, auf den Neubau von Autobahnen zu verzichten und sich auf den Erhalt bestehender Straßen zu konzentrieren.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.