Appell von Verbänden
Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen bringt 20 Milliarden Euro

Ein Bündnis von BUND, Klima-Allianz Deutschland und Auto Club Europa fordert von Bundesverkehrsminister Schnieder, auf den Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen zu verzichten.

    Straßenverengung an Baustelle, Autobahn A9, bei Paunzhausen, Oberbayern, Bayern, Deutschland
    Statt neuer Autobahnen sollen die bestehenden in annehmbaren Zustand erhalten bleiben (Archivbild). (imago stock&people)
    Stattdessen solle ein klarer Fokus auf den Erhalt gesetzt werden, erklärten die Verbände. Der Verzicht auf den Straßenbau berge ein Einsparpotenzial von 20 Milliarden Euro. Das zeige eine Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Diese untermauere, dass die knappen personellen und finanziellen Kapazitäten beim Planungs- und Bauwesen zwingend eine Priorisierung auf den Erhalt verlangten. Die Verbände verwiesen auf marode Brücken in Berlin, Dresden und zuletzt Bonn. Sie zeigten, wie sehr die öffentliche Infrastruktur zu Lasten der Bewegungsfreiheit kaputtgespart worden sei. Der Bundestag stimmt in dieser Woche über das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz ab. Die Vorlage schließt auch den Bau neuer Autobahnen mit ein.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.