
Der Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen berge ein Einsparpotenzial von 20 Milliarden Euro, erklärten die Verbände. Das zeige eine Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Die Untersuchung komme zu dem Schluss, dass die knappen personellen und finanziellen Kapazitäten beim Planungs- und Bauwesen "zwingend" eine Priorisierung auf den Erhalt der Infrastruktur verlangten.
Das zur Verfügung stehende Geld werde dringend benötigt, um marode Brücken, Straßen und das Schienennetz für den Alltag der Menschen wieder verlässlich und sicher zu machen. Die Verbände verwiesen dabei auf marode Brücken in Berlin, Dresden und zuletzt Bonn. Das zeige, wie sehr die öffentliche Infrastruktur zu Lasten der Bewegungsfreiheit "kaputtgespart" worden sei.
Der Bundestag stimmt in dieser Woche über das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz ab. Verena Graichen vom BUND erklärte, Verkehrsminister Schnieder plane damit eine Reihe neuer, "naturzerstörender" Autobahnen. Der ACE-Vorsitzende Sven-Peter Rudolph nannte es "schwer nachvollziehbar", dass weiterhin erhebliche Mittel und Planungskapazitäten in den Neubau von "wirtschaftlich fragwürdigen" Autobahnprojekten fließen würden, während tausende Brücken im Land sanierungsbedürftig seien.
Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






