Sozialpolitik
Bundesregierung plant keine Privatisierung von Zahnarztkosten

Die Bundesregierung lehnt den Vorstoß eines CDU-nahen Unternehmerverbands ab, wonach gesetzlich Versicherte ihre Zahnarztkosten selbst tragen sollen.

    Beim Zahnarzt liegen Instrumentes eines Zahnmediziners auf dem Tablet, eine Person mit Handschuhen an den Händen ordnet die Geräte.
    Es wird keine Privatisierung der Zahnarztkosten geben (Archivbild). (picture alliance / photothek / Ute Grabowsky)
    Ein Regierungssprecher sagte in Berlin, derartige Pläne gebe es nicht. Es stehe zwar jeder Organisation frei, Vorschläge zu machen. Der Fokus der Bundesregierung liege jedoch auf den weitreichenden Reformplänen, wie sie unter anderem die Sozialstaatskommission gemacht hat.
    Der Lobbyverein CDU-Wirtschaftsrat hatte sich am Wochenende dafür ausgesprochen, die Mütterrente, die Rente mit 63 und die Grundrente zu streichen, um einen Anstieg der Sozialabgaben zu verhindern. Gefordert wurde auch, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen herauszunehmen.
    Dieser Vorschlag hatte zu Kritik geführt. Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Klose, bezeichnete den Vorstoß im Deutschlandfunk als einen Versuch, Arbeitgeber aus ihrem Anteil für die Krankenversicherung herauszunehmen. Das finde sie wenig zielführend. Sie verwies zudem darauf, dass es gerade im Bereich der Zahngesundheit bereits private Zusatzkosten gebe.

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    Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.